Drei Gründe: Deshalb brummt beim Otto-Versand das Geschäft

Adreko

Der Otto-Versand bleibt auch im laufenden Geschäftsjahr 2017/2018 (Ende: 28. Februar) auf seinem Wachstumskurs. Das veranschaulichen stellvertretend die Zahlen für das erste Halbjahr, die kürzlich von der Otto-Gruppe gemeldet wurden. Demnach konnten die Hanseaten ihren Umsatz zwischen Anfang März und Ende August 2017 im Vergleich zum Vorjahr um rund sieben Prozent ausbauen.

Marc Opelt Otto
Marketing-Chef Marc Opelt (Bild: Otto Group)

Für das aktuelle Wachstum gibt es gleich mehrere Gründe, die Otto im Gespräch mit neuhandeln.de verraten hat. Profitieren können die Hanseaten demnach zum einen davon, dass Kunden immer mehr Artikel im Online-Shop kaufen können. So ist die Zahl der Handelspartner gestiegen, die als Dritte unter eigenem Namen ihre Sortimente auf Otto.de anbieten.

Hintergrund ist, dass Otto seit diesem Frühjahr eine neue Marktplatz-Strategie verfolgt und durch Partner die Wachstumsdynamik erhöhen will. Deshalb finden Kunden nun auf Otto.de schon rund 2,3 Mio. Produkte, nachdem es zum Start in das Geschäftsjahr noch 2,1 Mio. Artikel waren.

Langfristiges Ziel bleibt, das Sortiment bis zum Jahr 2020 auf rund fünf Mio. Produkte zu erweitern. Dabei will Otto weiter in allen relevanten Kategorien zulegen – von Technik über Mode bis zu Home & Living. Damit Verbraucher öfter bestellen, investiert Otto aber auch zunehmend in seinen Service.

So erhalten Kunden seit diesem Geschäftsjahr ihre Bestellungen auch dann bereits am nächsten Werktag, wenn sie bis 20 Uhr am Tag zuvor bestellen. Bislang musste eine Order bis spätestens 13 Uhr eingehen, damit Kunden ihre Lieferung bereits am nächsten Tag bekommen konnten. Auch der neue Versandservice habe daher die Umsätze befeuert, wie der Versender gegenüber neuhandeln.de argumentiert. Wobei der neu eingeführte Liefer-Service aber nach wie vor nur für rund 12.000 Bestseller gilt, die Otto geografisch zentral in Deutschland am Hermes-Standort in Thüringen lagert.

 

Wachsen können die Hanseaten zudem, weil auch im laufenden Geschäftsjahr viel in TV-Werbung investiert wird. Geworben haben die Hanseaten in den vergangenen Monaten unter anderem für Kollektionen, die Star-Designer Guido Maria Kretschmer exklusiv für die Hanseaten entworfen hat. Gerade beim Geschäft mit Accessoires und Möbeln wittert Otto noch viel Potenzial. Aktuell laufen im Fernsehen daher bereits die nächsten TV-Spots, die das Möbel-Sortiment bewerben (siehe Video).

Spannend dabei: Von allen drei Maßnahmen – TV-Spots, schnellere Lieferung und mehr Angebot – dürfte Otto auch im zweiten Halbjahr 2017/18 profitieren, wenn das Weihnachtsgeschäft startet.

Otto sollte daher insgesamt das Wachstum aus dem Vorjahr toppen, als die Hanseaten um sechs Prozent auf rund 2,7 Mrd. Euro netto zulegen konnten. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass sich unser Wachstum im zweiten Halbjahr kräftiger fortsetzen wird“, meint Marketing-Vorstand Marc Opelt.

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