„Perfekte Nachfolge“: myToys-Chef Tobias Nieber wechselt zur Witt-Gruppe

Tobias Nieber bekommt im Otto-Konzern eine neue Management-Aufgabe. Denn bereits zum Februar 2024 wechselt der Geschäftsführer der Otto-Tochter myToys.de konzernintern zur Witt-Gruppe, die ebenfalls zum Handelskonzern aus Hamburg gehört. Bei Witt folgt der 51-Jährige auf Jürgen Angstmann (63), der zum 30. Juni 2024 in den Ruhestand geht. Nachfolger Nieber übernimmt dann die Aufgaben von Angstmann, der seit sieben Jahren als Chief Financial Officer (CFO) und Chief Operating Officer (COO) für die Gruppe tätig ist.

Tobias Nieber
Tobias Nieber (Bild: Otto Group)

Insgesamt arbeitet Angstmann seit mehr als 30 Jahren für die Witt-Gruppe, bei der er vor dem Aufstieg ins Top-Management noch andere Führungspositionen hatte. Der 63-Jährige führt die Gruppe in einer Übergangszeit noch gemeinsam mit seinem Nachfolger, bevor er sich dann im Sommer von Witt verabschiedet.

Mit Nieber (siehe Foto links) sei der Otto-Gruppe die „perfekte Nachfolge“ von Angstmann gelungen, wie Konzern-Vorstand Marcus Ackermann betont. Der bisherige Chef von myToys soll mit seinem Know-how und seiner langjährigen Konzernerfahrung künftig die Transformation der Witt-Gruppe vorantreiben.

Denn Nieber arbeitet nicht nur seit Mitte 2020 als CFO bei der Berliner myToys.de GmbH, wo er Finanzen, Logistik und Human Resources verantwortet. Vor seinem Wechsel zu der Otto-Tochter in der Hauptstadt hatte der 51-Jährige bereits andere Aufgaben beim Handelskonzern, für den er seit 1998 in verschiedenen leitenden Positionen tätig ist. So war Nieber unter anderem bereits über sieben Jahre als CFO für die „Otto Group Russia“ tätig, in der eine Zeit lang die Russland-Aktivitäten des Handelskonzerns gebündelt wurden.

Otto-Tochter myToys ohne Zukunft

Dass myToys-Chef Nieber jetzt zur Witt-Gruppe wechselt, ist nachvollziehbar. Denn vor knapp einem Jahr hatte der Otto-Konzern angekündigt, das Geschäft seiner Spielwaren-Tochter myToys.de bis spätestens Februar 2024 einzustellen. Hintergrund ist, dass die Otto-Tochter laut dem Handelskonzern seit Jahren keine „solide wirtschaftliche Performance“ und keine „nachhaltige Rentabilität“ erzielen konnte. Daher wurden die Stores schon im vergangenen Herbst von einem Konkurrenten übernommen, der Online-Shop von myToys.de zudem kurz vor Weihnachten eingestellt. Die Marke „myToys“ bleibt aber trotzdem erhalten und lebt auf dem konzerneigenen Online-Marktplatz Otto.de weiter, wo es für myToys eine Sub-Page gibt.

Wenn die myToys.de GmbH eingestellt wird, erhält auch Katrin Behrens eine neue Management-Aufgabe in der Otto-Gruppe. Hier ist die 51-Jährige aktuell noch als Geschäftsführerin für die myToys.de GmbH tätig, für die sie seit Anfang 2022 die IT-Organisation als Chief Technology Officer (CTO) verantwortet. Doch zum März 2024 wird sie Geschäftsführerin bei der Otto Group Solution Provider GmbH (OSP). Die 51-Jährige führt hier dann als Chief Executive Officer (CEO) den IT-Dienstleister, der unter anderem Anwendungen rund um E-Commerce umsetzt – übrigens für Händler aus der Otto-Gruppe und für externe B2B-Kunden.

Weiterer Wechsel bei Witt

Auch bei der Witt-Gruppe steht ein weiterer Wechsel im Management an. Denn ab Februar besteht das Top-Management hier zwar zunächst aus Neuzugang Nieber (CFO/COO und zuständig für Controlling, Finance, IT, Business Intelligence, Organisation & Steuerung, Customer Service, Facility-Management und Logistik) sowie Patrick Boos (CEO und verantwortlich für Vertrieb, Human Resources) plus Stefanie Zühlke-Schmidt (Einkauf) und Johann Kiener (Brand & Digital Commerce). Doch bereits zum März 2024 verstärkt Marloes van Kooten die Geschäftsführung bei der Witt-Gruppe. Hier verantwortet sie künftig den Einkauf und folgt auf Zühlke-Schmidt, die zum September 2024 in den Ruhestand geht. Als neue Geschäftsführerin arbeitet van Kooten zunächst sechs Monate zusammen mit Zühlke-Schmidt, bevor diese sich dann verabschiedet.

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