myToys-Chefin übernimmt eine neue Führungsposition im Otto-Konzern

Katrin Behrens bekommt eine neue Management-Aufgabe in der Otto-Gruppe. Hier ist die 51-Jährige aktuell zwar noch als Geschäftsführerin für die myToys.de GmbH in Berlin tätig. Der Spielwaren-Spezialist stellt allerdings demnächst sein Geschäft ein, wie der Otto-Konzern bereits im Frühjahr in Aussicht gestellt hat.

Katrin Behrens
Katrin Behrens (Bild: Otto Group)

Behrens (siehe Foto) hat dennoch eine Zukunft im Konzern. Denn zum 01. März 2024 wird sie Geschäftsführerin bei der Otto Group Solution Provider GmbH (OSP). Die 51-Jährige führt dann künftig als Chief Executive Officer (CEO) den IT-Dienstleister, der unter anderem E-Commerce-Anwendungen umsetzt – und zwar sowohl für Händler aus der Otto-Gruppe als auch für externe B2B-Kunden.

Das Geschäft des IT-Dienstleisters aus der Otto-Gruppe leitet die 51-Jährige ab März 2024 mit Stefan Borsutzky, der aktuell schon Geschäftsführer von OSP ist und die Otto-Tochter künftig als Co-CEO gemeinsam mit Behrens führen soll.

Für diese Aufgabe bringt Behrens reichlich IT-Expertise mit. Denn ihre Karriere startete die 51-Jährige schon im Jahr 1997 als Controllerin beim Otto-Versand. 2003 war sie dann als Kommunikationsmanagerin in die IT-Abteilung der Otto-Gruppe gewechselt. Im Jahr 2008 wechselte die IT-Expertin konzernintern zu dem Mode-Spezialisten Bonprix, für den sie über zehn Jahre als „Vice President IT“ tätig war. Von hier aus führte sie ihr Weg schließlich zur myToys-Gruppe aus Berlin, für die sie seit Anfang 2022 in der Geschäftsführung die IT-Organisation als Chief Technology Officer (CTO) verantwortet. Mit ihrer Erfahrung soll sie künftig beim IT-Dienstleister OSP als Geschäftsführerin das Business ausbauen als auch das Technik-Portfolio erweitern.

Räumungsverkauf bei myToys.de läuft bereits

Die myToys.de GmbH wurde 1999 gegründet und verkauft momentan neben Spielwaren bei myToys.de noch Schuhe und Bekleidung über den zweiten Online-Shop Mirapodo. Eingestellt wird das Geschäft, da die Otto-Tochter laut dem Handelskonzern weder eine „solide wirtschaftliche Performance“ noch eine „nachhaltige Rentabilität“ erzielen konnte. Erklärt wurde im Frühjahr auch, dass neben dem Online-Shop myToys.de auch die 19 stationären Stores von myToys schließen sollen. Diese Ladengeschäfte wurden aber zum 01. Oktober 2023 von einer Toysino GmbH übernommen, die ebenfalls auf das Geschäft mit Spielwaren spezialisiert ist.

Während die stationären Ladengeschäfte unter neuer Flagge weiterleben, werden zum 18. Dezember 2023 die Online-Shops von myToys.de und Mirapodo geschlossen. Aktuell läuft schon der Räumungsverkauf bei myToys.de. Dabei wird im Online-Shop erklärt, dass myToys.de demnächst dauerhaft zu Otto.de umzieht.

Leser von neuhandeln.de dürfte das nicht überraschen. Denn bereits im Frühjahr hatte der Otto-Konzern ja angekündigt, dass die Marke „myToys“ auf dem Online-Marktplatz von Otto weiterleben soll. Hier gibt es bereits eine Landing-Page, die der Marke „myToys“ gewidmet ist. Anders verhält es sich bei Mirapodo. Hier läuft zwar ebenfalls bereits der Lagerverkauf. Mit einem Umzug zu Otto.de wird im Online-Shop aber nicht geworben. Kein Wunder. Denn die Shop-Marke „Mirapodo“ wird laut dem aktuellen Geschäftsbericht der Otto-Gruppe nach dem Geschäftsjahr 2023/2024 (Ende: 29. Februar) voraussichtlich nicht mehr genutzt.

Shopping-Club Limango nicht betroffen

Im Otto-Konzern bildet die myToys.de GmbH mit dem Münchner Shopping-Club Limango zusammen die myToys-Gruppe. Hintergrund ist, dass beide Unternehmen auf junge Familien als Zielgruppe spezialisiert sind. Auf die Otto-Tochter Limango hat das Aus von myToys.de nach Konzernangaben keine Auswirkungen.

Anders sieht es dagegen beim IT-Dienstleister OSP aus, wenn Behrens im kommenden Frühjahr startet. Dann verabschiedet sich aus der Geschäftsführung nämlich Norbert Gödicke, der aktuell noch mit Stefan Borsutzky die Führungsspitze bei der Otto-Tochter bildet. Gödicke bleibt dem Unternehmen aber treu und übernimmt eine neue geschaffene Position als Vice President und Prokurist beim Dienstleister, der sowohl eigene Software-Lösungen entwickelt als auch Anwendungen von anderen IT-Anbietern implementiert.

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