Nach starkem Jahr: Zalando expandiert online und eröffnet weiteres Outlet

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Von seinem Online-Shop betreibt Zalando aktuell 17 verschiedene Versionen, die sich an Verbraucher in unterschiedlichen europäischen Ländern richten. Doch dabei wird es nicht bleiben. Denn die Berliner wollen weiter in Europa expandieren. Konkret stehen auf der Agenda gleich acht neue Ländermärkte.

Zalando Kartons
Bei Zalando brummt das Geschäft gerade

Loslegen wollen die Berliner bereits noch in diesem Jahr in Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Slowenien und der Slowakei. Für das nächste Jahr ist dann zusätzlich die Online-Expansion nach Rumänien und Ungarn vorgesehen.

Damit erschließen sich die Berliner wieder neue Länder in Europa, nachdem die letzte Online-Expansion aus dem Sommer 2018 datiert. Damals war ja Zalando in Irland und Tschechien gestartet, um neue Kunden zu erreichen. Auch jetzt will Zalando die Zahl seiner Kunden steigern. Und Rückenwind für die erneute Shop-Expansion liefert das vergangene Geschäftsjahr 2020.

Hier hat sich das Gross Merchandise Volume (GMV) bzw. das Brutto-Warenvolumen stark erhöht um gleich 30,4 Prozent auf einen Wert von 10,7 Mrd. Euro. Gestiegen ist aber jetzt nicht nur dieser Wert der verkauften Ware nach Stornierungen und Retouren (inkl. MwSt.). Auch das Wachstum hat zum Vorjahr spürbar angezogen. Denn 2019 konnte Zalando dieses Warenvolumen erst um 23,6 Prozent erhöhen.

Als einen Hintergrund nennt Zalando, dass sich durch die Corona-Pandemie die Nachfrage der Kunden verstärkt aus dem stationären Handel in den E-Commerce verlagere. Im Geschäftsjahr 2020 konnte Zalando daher die Zahl der aktiven Kunden um 25 Prozent auf 38,7 Mio. Kunden erhöhen (Definition: mind. eine Bestellung in zwölf Monaten). Verbessert hat sich zudem das Ergebnis. So kommt Zalando im Jahr 2020 auf ein bereinigtes EBIT von 421 Mio. Euro – nach einem Wert von 225 Mio. Euro zuvor.

Zusätzlicher Outlet-Store in Konstanz eröffnet

Auch hier hat Zalando die Corona-Krise in die Karten gespielt. Denn in der Pandemie verbesserte sich vorübergehend die Retourenquote. Hintergrund ist ein verändertes Einkaufsverhalten. So bestellten Kunden mehr Sport-Mode oder Beauty-Produkte. Und diese Artikel werden weniger häufig retourniert als zum Beispiel Schuhe, wo es ja traditionell oft Auswahlbestellungen mit verschiedenen Größen gibt.

Auch das Outlet-Geschäft ist im Jahr 2020 gewachsen. Kein Wunder daher, dass Zalando hier ebenfalls expandiert. So betreiben die Berliner nun auch einen Outlet-Store in Konstanz, den Zalando bereits im vergangenen Jahr angekündigt hatte. Zusätzlich zu den nun elf bestehenden Outlets sind nach wie vor Standorte in Düsseldorf, München und Nürnberg geplant, die Zalando bis Ende 2022 eröffnen will.

*Im Brutto-Warenvolumen sind neben eigenen Verkäufen die Umsätze von den Partnern enthalten, die ihre Mode online über Zalando verkaufen. Von Partner-Verkäufen erhält Zalando aber nur Provisionen und Service-Gebühren, die mit den eigenen Warenverkäufen zusammen den Zalando-Umsatz ergeben. Daher fällt der Netto-Umsatz geringer aus, der sich 2020 um 23,1 Prozent auf 8,0 Mrd. Euro erhöht hat.

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Über Stephan Randler 2771 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.