„Der fünftgrößte Mode-Markt in Europa“: Zalando plant Versandlager in Spanien

MAC Beitrag NEU

Der Berliner Mode-Händler Zalando erweitert sein Logistik-Netzwerk in Europa um einen zusätzlichen Standort. So soll im März 2021 ein Versandlager in Betrieb gehen, das sich in Spanien in der Nähe von Madrid befindet. Von hier will Zalando seine Kunden auf der iberischen Halbinsel schneller beliefern.

Zalando Logistik
Das neue Lager liegt in Spanien (Bild: Zalando)

Um dieses Ziel zu erreichen, bezieht Zalando einen Logistik-Standort in der spanischen Gemeinde Illescas. Diese liegt etwa 40 Kilometer südlich von der spanischen Hauptstadt – und damit sehr zentral im Zentrum des Landes.

Vor Ort steht Zalando eine Fläche von 37.500 Quadratmetern zur Verfügung, langfristig sollen rund 600 Arbeitsplätze entstehen. Dann allerdings nicht bei Zalando selbst, sondern bei DHL. Denn dieser Dienstleister wird den neuen Standort in Spanien betreiben. Diese Strategie kennt man vom Mode-Shop, der seine Logistik im Ausland traditionell über Dienstleister abwickeln lässt.

Durch das neue Versandlager will Zalando seine Kunden in Spanien aber nicht nur schneller beliefern, sondern auch das Wachstum in dieser Region befeuern. „Spanien ist der fünftgrößte Mode-Markt in Europa“, erklärt stellvertretend Jan Bartels, Senior Vice President Customer Fulfillment bei Zalando.

Auch in Rotterdam soll 2021 ein Versandlager eröffnen

Mit dem Start in der Nähe von Madrid bezieht Zalando erstmals überhaupt einen Logistik-Standort in Spanien. Insgesamt kommen die Berliner damit schon auf 16 Standorte in Europa, die für die Logistik genutzt werden (siehe Abbildung unten). Aktiv sind davon momentan allerdings erst 14 Standorte. So soll das Fulfillment Center bei Madrid ja erst im nächsten Frühjahr in den Betrieb gehen. Dazu entsteht ein weiteres Fulfillment Center in der Nähe von Rotterdam, das auch erst im Jahr 2021 eröffnet wird.

Zalando Logistik
Das Logistik-Netzwerk von Zalando umfasst momentan bereits 16 Standorte in Europa (Grafik: Zalando SE)

Nicht alle Standorte nutzt Zalando aber für sein Kerngeschäft. So werden über das Lager in Olsztynek (Polen) zum Beispiel diejenigen Kunden bedient, die Saisonware aus der Zalando Lounge einkaufen – einem Shopping-Club, der rabattierte Ware in zeitlich begrenzten Verkäufen anbietet oder solange der Vorrat reicht. In Ludwigsfelde wiederum befindet sich ein Outlet und Overstocks Center (OOC), über das Zalando seine stationären Outlet-Stores in Deutschland beliefert. Und in Großbeeren wird Mode neu aufbereitet, die Zalando seit diesem Jahr als Second-Hand-Fashion in seinem Online-Shop anbietet.

Gar nicht mehr zum Netzwerk gehört außerdem der ehemalige Standort in Brieselang. Dieser wurde im Vorjahr an den Dienstleister Fiege übergeben, der hier nun für mehrere Kunden arbeitet. Zu diesen zählt zwar weiter Zalando, zum eigenen Logistik-Netzwerk wird Brieselang aber nicht mehr gerechnet.

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Über Stephan Randler 2911 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.