Wie erwartet: Windeln.de schließt zwei Spezial-Shops auf einmal

Mitte März hatte man es angekündigt, nun ist es auch offiziell: Ab sofort verkauft der Spezial-Versender Windeln.de in der Schweiz nur noch über seine Kernmarke. Denn offline sind nun die beiden Online-Shops „Kindertraum“ und „Toys“, mit denen die Gruppe in den vergangenen Jahren ebenfalls in der Alpenrepublik aktiv gewesen ist. Wer aber jetzt einen der beiden Sub-Shops besuchen möchte, landet im Online-Shop Windeln.ch. Diese Abkehr von der Multishop-Strategie hat einen einfachen Grund.

Windeln.de Online-Shop
Das bisherige Multishop-Konzept mit drei Marken (Bild: Screenshot)

Demnach wurde das Schweizer Multishop-Konzept mit drei verschiedenen Versender-Marken verworfen, damit sich die Windeln.de SE beim Geschäft in der Alpenrepublik nun auf einen einzigen Webshop konzentrieren kann.

So will der deutsche Handelskonzern zum einen die Komplexität und seinen Verwaltungsaufwand für den Shop-Betrieb verringern. Zum anderen will man nun auch Marketing-Kosten effizienter einsetzen. Generell fokussiert sich die Gruppe auf die Shop-Marke „Windeln.ch“, weil der Konzern mit Windeln.de ja auch in Deutschland und Österreich aktiv ist. So kann die Gruppe in der DACH-Region nun mit einer Versender-Marke einheitlich auftreten.

Hier war der Konzern zuvor auch schon mit seiner Kernmarke „Windeln.de“ aktiv und hatte obendrein in der Alpenrepublik mit den Online-Shops Kindertraum.ch und Toys.ch verkauft. Diese stammten wiederum von der Schweizer Kindertraum.ch AG, die Ende 2013 akquiriert worden war. Die beiden Spezial-Shops wurden daraufhin mit dem Schweizer Windeln-Shop vereint, wo die einzelnen Online-Angebote seitdem über unterschiedliche Menüpunkte erreichbar waren (siehe Screenshot oben).

Die deutsche Windeln.de-Gruppe verkauft aktuell noch über ihre Marke Windeln.de in Deutschland, Österreich und China. Dazu ist der Konzern mit Bebitus in Frankreich, Spanien und Portugal aktiv. Im vergangenen Geschäftsjahr 2017 konnte der Konzern seinen Netto-Umsatz zwar um 8,8 Prozent auf 211,9 Mio. Euro erhöhen. Unterm Strich stand allerdings ein bereinigtes EBIT von -24,9 Mio. Euro.

Um Kosten zu sparen, wurde 2018 bereits der italienische Online-Shop der Kernmarke „Windeln.de“ geschlossen und die Zweitmarke „Nakiki“ in Deutschland beerdigt, über die zuletzt Spielzeug und Kindermode angeboten wurde. In Deutschland wurde zudem die Belegschaft in allen Vertriebs- und Verwaltungsbereichen reduziert. Gerade hat die Gruppe zudem einen Vertrag über den Verkauf des Online-Händlers Feedo unterzeichnet, der seit 2015 zur Gruppe gehört und in Osteuropa aktiv ist.

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