„Nahtloses Kundenerlebnis“: Westwing verschmilzt Online-Shops miteinander

Der Online-Händler Westwing hat seinen Internet-Auftritt grundlegend überarbeitet. Ab sofort finden deshalb Verbraucher sämtliche Shopping-Angebote der Münchner unter einer Domain. Mit dieser neuen Strategie will der Spezialist für Möbel, Heimtextilien und Wohn-Accessoires ein „nahtloses Kundenerlebnis“ schaffen. Und das sollte dem E-Commerce-Unternehmen aus München mit der neuen Herangehensweise auch gelingen.

Westwing Store
Westwing verkauft Möbel online (Bild: Westwing)

Zur Erinnerung: Ursprünglich war Westwing im Jahr 2011 als reiner Shopping-Club gestartet. Seitdem werden über die Website Westwing.de jeden Tag aufs Neue wechselnde Aktionsangebote vermarktet, die Kunden eine hohe Ersparnis versprechen. Einsehen können die Aktionen aber nur registrierte Mitglieder. Die Verkaufskampagnen laufen eine bestimmte Zeit – oder solange der Vorrat reicht.

Um dieses Geschäftsmodell der so genannten „Club-Sales“ zu erweitern, wurde 2015 zusätzlich mit „Westwing Now“ ein zweites Internet-Portal gestartet. Dieses ist – im Gegensatz zum Club-Geschäft – als klassischer Online-Shop konzipiert.

Statt wechselnder Aktionen gibt es also ein dauerhaftes Sortiment, die Angebote sind zudem ganz regulär öffentlich einsehbar. Um den klassischen Online-Shop zu besuchen, mussten Verbraucher bisher aber das separate Internet-Portal Westwingnow.de aufrufen. Jetzt wurden beide Internet-Angebote vereint. Wer nun daher die Seite Westwingnow.de aufrufen will, landet direkt bei Westwing.de. Hier können Kunden dann in einer Navigationsleiste wählen, ob sie die Club-Sales nutzen möchten – oder den klassischen Online-Shop.

One Westwing
Im Website-Menü kann man zwischen Club-Sales und Shop wechseln (Screenshot)

„Wir glauben, dass dieser Schritt ein besseres und intuitiveres Kundenerlebnis schaffen wird“, argumentiert Westwing. Die neue Strategie soll außerdem das Wachstum und die Rentabilität fördern. Denn in seinem klassischen Online-Shop platziert Westwing ja nicht zuletzt Eigenmarken seiner margenstarken Westwing Collection, die der Händler im Jahr 2018 gestartet hatte. Über diese Eigenmarke wurden im vergangenen Geschäftsjahr 2022 bereits 41 Prozent vom Brutto-Warenvolumen (GMV) des Konzerns erwirtschaftet, das strategische Ziel ist ein Anteil von mehr als 50 Prozent am GMV. Der neue Online-Auftritt sollte dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen. Denn im Idealfall stolpern nun Kunden öfters über Produkte der Westwing Collection – auch wenn sie eigentlich gar nicht danach suchen, sondern einen Club-Sale nutzen möchten.

Den neuen Online-Auftritt hat Westwing bereits in allen elf Länder-Shops umgesetzt, die der Spezialist für Home & Living betreibt. In Holland wurde das neue Konzept schon im vergangenen Jahr getestet. Hier hat die neue Strategie nach eigenen Angaben bereits positive Resultate bewirkt. „Für Kunden ist es deutlich einfacher geworden, zwischen den Business-Modellen zu switchen“, verdeutlicht Westwing auf Nachfrage.

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