Erneutes Aus im E-Commerce: Online-Shop von Tedi schließt zum zweiten Mal

Manchmal wiederholt sich Geschichte auch im E-Commerce. Das gilt nun zumindest bei Tedi. Denn der Nonfood-Discounter hat jetzt erneut seinen Online-Shop geschlossen. Dieser geht dadurch schon zum zweiten Mal vom Netz – und das in gerade einmal drei Jahren. Dazu erklärt Tedi das erneute Shop-Aus auch noch so, wie der Discounter bereits den ersten Abschied aus dem E-Commerce begründet hatte.

Tedi Zentrale
Die Europa-Zentrale in Dortmund (Bild: Tedi)

Zur Erinnerung: Seinen ersten Online-Shop hatte Tedi bereits im Mai 2015 an den Start gebracht, um mit dem Vertrieb im E-Commerce das Angebot in den Filialen zu ergänzen. Doch bereits vier Jahre später wurde der Shop wieder vom Netz genommen. Erklärt wurde dieser Schritt damals auf Nachfrage damit, dass „die Stärke von Tedi klar im stationären Einzelhandel“ liege.

Doch dann kam Corona. Im Frühjahr 2020 mussten daher plötzlich viele Einzelhändler in Deutschland ihre Geschäfte schließen oder durften nur unter Auflagen öffnen, damit sich weniger Menschen anstecken.

Bereits im Frühsommer 2020 gab es daher ein kleines Comeback von Tedi im deutschen E-Commerce. Denn der Nonfood-Discounter hatte im ersten Lockdown einen eBay-Shop gestartet. Damit wollte Tedi auch dann eine Einkaufsplattform für seine Kunden bieten, als die stationären Ladengeschäfte geschlossen waren. Anschließend wurde ein eigener Online-Shop gestartet. Begründet wurde der Schritt damit, dass die Erwartungshaltung der Kunden in der Corona-Pandemie gestiegen war.

Tedi sieht seine Stärken im stationären Einzelhandel

Trotzdem wurde der Online-Shop jetzt erneut eingestellt. Wer deshalb bei Tedi online einkaufen will, landet auf einer Website mit Abschiedsworten. Hier begründet Tedi das erneute Aus beim Online-Handel unter anderem damit, dass sich der Nonfood-Discounter jetzt stärker auf sein Filialgeschäft konzentrieren möchte. Vielfache Rückmeldungen hätten außerdem gezeigt, dass die meisten Kunden am liebsten in den Filialen einkaufen. Auf Nachfrage von neuhandeln.de betont Tedi dazu, dass nach der Corona-Pandemie die eigene Stärke „klar im stationären Einzelhandel“ liege. Der Shop wird also nicht nur zum zweiten Mal geschlossen, sondern auch erneut mit derselben Begründung beerdigt.

Tedi wurde 2004 gegründet und betreibt aktuell mehr als 2.650 Filialen in elf Ländern in Europa. Zum Angebot zählen unter anderem Drogerie-Produkte sowie Haushaltswaren als auch DIY-Produkte. Das Sortiment in den Filialen umfasst rund 25.000 Produkte. 5.000 Artikel davon wurden über den Online-Shop angeboten, der jetzt eingestellt wurde. Die Produktpreise waren online und offline identisch. Die Versandkosten betrugen 4,95 Euro, einen Mindestbestellwert gab es nicht. Das E-Commerce-Angebot war nur für den deutschen Markt verfügbar und wurde über die Europa-Zentrale in Dortmund (siehe Foto oben) abgewickelt. Hier haben sich zehn Mitarbeiter um Versand und Shop-Betrieb gekümmert.

neuhandeln.de PS: Verpassen Sie nicht mehr, was den Online- und Multichannel-Handel bewegt! Unser kostenloser Info-Dienst liefert Ihnen jede Woche alle neuen Beiträge am Freitag Abend per E-Mail in Ihr Postfach. Aktuell. Bequem. Zuverlässig. Dazu gibt es nur für Abonnenten unseres Newsletters regelmäßig Goodies wie Verlosungen von Tickets oder Rabatt-Codes für Veranstaltungen.

Über 4.466 Kollegen aus dem Online- und Multichannel-Handel sichern sich so schon ihren Wissensvorsprung. Jetzt gleich anmelden:

close

Keine News mehr verpassen?

Unser kostenloser Newsletter liefert jeden Freitag alle neuen Beiträge in Ihr E-Mail-Postfach.

Aktuell. Bequem. Zuverlässig.

Über Stephan Randler 3148 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.

1 Kommentar

Kommentare sind deaktiviert.