Comeback im E-Commerce: Warum Tedi doch wieder einen Online-Shop betreibt

Seit einigen Monaten betreibt Tedi wieder einen eigenen Online-Shop für Kunden in Deutschland. Und das lässt aufhorchen. Schließlich hatte der Nonfood-Discounter erst vor zwei Jahren seinen deutschen Online-Shop eingestampft. Diesen Schritt hatte Tedi im Frühjahr 2019 unternommen, um sich auf den stationären Handel zu fokussieren. Doch dann kam Corona – und die Voraussetzungen änderten sich.

Tedi Zentrale
Tedi verkauft wieder online (Bild: Tedi)

So mussten im Frühsommer 2020 viele Händler ihre lokalen Ladengeschäfte schließen, damit sich weniger Menschen mit dem Virus anstecken. Bereits im Frühsommer 2020 gab es daher ein kleines Comeback von Tedi im deutschen E-Commerce. Denn der Nonfood-Discounter hatte im ersten Lockdown einen eBay-Shop gestartet. Damit wollte Tedi auch dann eine Einkaufsplattform für Kunden bieten, als die stationären Ladengeschäfte geschlossen waren.

Gegenüber neuhandeln.de hatte Tedi bereits damals erklärt, das Online-Geschäft zunächst weiter auszubauen und die Entwicklung zu beobachten.

Bereits damals war daher denkbar, dass Tedi wieder einen eigenen Online-Shop an den Start bringt – und eBay eine Zwischenlösung wird. So ist es letztlich auch gekommen. „Die Erwartungshaltung der Kunden wurde mit Anhalten der Corona-Pandemie größer“, argumentiert Tedi nun auf Nachfrage von neuhandeln.de. „Daher haben wir uns entschieden, den Online-Shop im eigenen Hause einzuführen.“

„Erwartungshaltung der Kunden wurde größer“

Deshalb gibt es nun wieder einen Online-Shop für Kunden in Deutschland, die hier rund 7.500 Artikel bestellen können. Die Produktpreise sind identisch mit den Preisen, die Tedi für die Artikel in seinen Filialen verlangt. Direkt vergleichen lassen sich Online-Shop und Filiale aber nicht. Denn vor Ort bietet Tedi nach eigenen Angaben ein breites Sortiment mit einer hohen Anzahl an Produkten. Im Internet dagegen gibt es ein flaches Sortiment mit vielen Variationen der Artikel. Die Versandkosten betragen 4,95 Euro, unabhängig vom Bestellwert. Billiger wird es, wenn Kunden ihre Bestellung selbst in einer Filiale holen („Click & Collect“). Dieser Service wird bislang aber nur im Raum Dortmund angeboten.

Allerdings befinden sich sowohl Online-Shop als auch Abhol-Service gerade noch im Aufbau. Aktuell sind zehn Mitarbeiter für den Online-Shop tätig. Versendet wird die Ware aus einem eigenen Lager, teilweise auch aus dafür definierten Filialen. Zwar legt Tedi weiterhin den Fokus auf den stationären Handel. Der Discounter sieht aber E-Commerce jetzt als Ergänzung unter den aktuellen Bedingungen.

Tedi wurde 2004 gegründet und betreibt mehr als 2.400 Filialen in neun Ländern. Zum Angebot zählen unter anderem Schreibwaren, Accessoires und DIY-Produkte. Der erste Online-Shop war 2015 gestartet und erreichbar unter Tedi-Shop.com. Der neue Web-Shop dagegen wird jetzt unter Tedi.de betrieben.

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Über Stephan Randler 2887 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.

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