Online-Handel boomt: Mymuesli steigert seinen Umsatz deutlich

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Der Lebensmittel-Händler Mymuesli konnte im vergangenen Geschäftsjahr 2020 einen Netto-Umsatz von 80,3 Mio. Euro einfahren. Das bedeutet ein Wachstum von 15,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damals war der Müsli-Spezialist aus Passau erst auf einen Netto-Umsatz von 69,4 Mio. Euro gekommen.

mymuesli
Mymuesli steigert den Online-Umsatz stark

In den einzelnen Vertriebskanälen hat sich das Geschäft aber unterschiedlich entwickelt. So ist der Online-Umsatz zum Vorjahr um 33,2 Prozent gestiegen und liegt nun bei 58,4 Mio. Euro. Als einen Grund nennen die Passauer, dass Konsumenten immer mehr Einkäufe ins Internet verlagern. Das dürfte auch mit an der Corona-Krise liegen. Schließlich waren deswegen im vergangenen Jahr ja viele Geschäfte immer wieder nicht oder nur eingeschränkt geöffnet.

Die Stores von Mymuesli dagegen waren zwar im ersten Corona-Lockdown 2020 offen. Schließlich war der Verkauf von Lebensmitteln ja gestattet.

Beim Filialgeschäft hatte Mymuesli dennoch unter einem „versiegenden Publikumsverkehr“ gelitten, wie die Passauer bereits in diesem Frühjahr verlauten ließen. Ein Grund könnte sein, dass Verbraucher bewusst Käufe vor Ort vermieden hatten. Schließlich stört die Maske manche Bürger beim Einkaufen, während andere wiederum fürchten, dass sie sich in Ladengeschäften mit Corona anstecken könnten.

Online-Handel brummt, Filialgeschäft leidet

Die Corona-Pandemie prägt daher auch das Filialgeschäft von Mymuesli. So sind die Umsätze in den Stores um 33,9 Prozent auf 6,2 Mio. Euro gesunken. Generell ist bei Mymuesli das Filialgeschäft aber Beiwerk und der Online-Handel der Kern. Passend dazu hatten die Passauer bereits im Frühjahr angekündigt, sich auf den Online-Vertrieb zu konzentrieren und die meisten der damals mehr als 20 Stores in der DACH-Region zu schließen. Übrig bleiben nur Filialen in Passau, München und Geislingen.

Mymuesli war 2007 als ein Online-Pureplayer gestartet, die erste Filiale kam 2009 dazu. In den Stores werden aber nur vorgefertigte Müslis angeboten, während man online auch individuelle Mischungen anfertigen lassen kann. Über 90 Prozent vom Umsatz macht Mymuesli in Deutschland, Österreich und der Schweiz, dazu ist Mymuesli in Holland, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Schweden und Polen aktiv.

Mymuesli verkauft aber nicht nur off- und online an Verbraucher. Zusätzlich bedienen die Passauer ja auch noch B2B-Kunden. Über das B2B-Geschäft wurden im vergangenen Jahr weitere 15,7 Mio. Euro umgesetzt. Über alle Vertriebskanäle hinweg steht im Geschäftsjahr 2020 ein bereinigtes EBITDA von 5,0 Mio. Euro, das damit ebenfalls deutlich über dem Wert aus dem Vorjahr liegt (2019: 1,1 Mio. Euro).

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Über Stephan Randler 2816 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.

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