Nach Köln und Stuttgart: Cyberport schließt auch seinen Store in Essen

Beim Elektronik-Spezialisten Cyberport schrumpft derzeit die Zahl der stationären Stores. So schließt Ende März 2023 das Ladengeschäft von Cyberport in Essen, nachdem der Multichannel-Händler erst Ende Januar seinen stationären Standort in Stuttgart aufgegeben hatte. Zu diesem Termin hatte Cyberport auch schon sein Ladengeschäft in Köln geschlossen. Die Schließungen in der Domstadt und der Schwaben-Metropole begründet der Elektronik-Anbieter auf Nachfrage von neuhandeln.de jeweils mit Mietvertragsänderungen. In Essen dagegen schließt der Store, weil die Fläche laut Cyberport von der Stadtverwaltung übernommen wird.

Cyberport Stores
Cyberport schließt gerade Stores (Bild: Cyberport)

In allen drei Städten sucht Cyberport nach eigenen Angaben daher bereits nach alternativen Flächen, um wieder neue Stores zu eröffnen. „Die Stores sind und bleiben – neben dem E-Commerce – ein wichtiger Teil des Portfolios und sind integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie“, betont der Multichannel-Händler. „In den Stores vermittelt und stärkt Cyberport unmittelbar im direkten Kundenkontakt seine Kompetenz als Technikhändler, Berater und Dienstleister.“

Eine alternative Fläche für eine Neueröffnung sucht Cyberport derzeit auch in München. Hier war der Elektronik-Händler einmal mit zwei Stores vertreten.

Aktuell gibt es aber gar keinen Standort in der Bayern-Metropole mehr. Denn bereits 2018 wurde – ebenfalls wegen Mietvertragsänderungen – der Store im Einkaufszentrum Mona geschlossen, den Cyberport hier erst im Herbst 2014 eröffnet hatte. Geschichte ist zudem die Shop-in-Shop-Fläche bei Galeria Karstadt Kaufhof am Münchner Stachus. Diese Kooperation hatte Cyberport vor fünf Jahren begonnen, doch künftig will sich der Elektronik-Spezialist wieder auf eigene Flächen fokussieren. Am Stachus wäre diese Retail-Kooperation eh schwierig geworden – schließlich wurde hier im vergangenen Jahr das Kaufhaus an sich ja geschlossen.

Shop-in-Shop-Kooperation wird beendet

Eine weitere Shop-in-Shop-Kooperation von Cyberport und Galeria Karstadt Kaufhof gibt es dagegen aktuell noch in Nürnberg. Dieses Geschäft in der Königstraße 42-52 soll nach Angaben der Kaufhauskette aber zum 30. Juni 2023 geschlossen (PDF) werden. Cyberport sucht daher jetzt auch in Nürnberg nach einer Fläche für eine Neueröffnung. Wenn dieser Shop-in-Shop in Nürnberg schließt und zudem noch das Geschäft in Essen zugesperrt wird, kommt Cyberport vorerst auf neun stationäre Stores in Deutschland.

Zudem bietet der Multichannel-Händler beim Logistikzentrum im Gewerbegebiet von Siebenlehn eine Abholtheke, an der Kunden ihre Bestellungen aus dem Online-Shop abholen können. In Österreich betreibt Cyberport übrigens auch noch zwei stationäre Ladengeschäfte in Wien. Hier ändert sich bei dem Store-Portfolio aber nichts – im Gegensatz zu Deutschland, wo nach Köln und Stuttgart ja bald Essen schließt.

Dass Cyberport hier in Zukunft einmal neue Flächen bezieht, ist durchaus realistisch. Denn in Hamburg zum Beispiel hat der Multichannel-Händler in der Vergangenheit bereits aufgezeigt, wie es auch nach einer Shop-Schließung in derselben Stadt weitergehen kann. In der Hansestadt betreibt Cyberport nämlich seit Herbst 2021 einen eigenen Store in der Mönckebergstraße 27. Davor gab es nur wenige Meter entfernt noch eine Shop-in-Shop-Kooperation in einer Filiale von Galeria Karstadt Kaufhof – die aber geschlossen wurde.

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