Expansion im E-Commerce: Bike24 startet Shops für Benelux-Staaten

Im vergangenen Sommer hatte Bike24 angekündigt, demnächst zusätzliche Länderversionen von seinem Online-Shop zu starten. Nun wurden die Expansionspläne im E-Commerce umgesetzt. Ab sofort bieten die Dresdner deshalb erstmals länderspezifische Shopping-Angebote, die sich an Kunden in Holland, Belgien und Luxemburg richten. Dass es nun gerade für diese Länder lokalisierte Online-Shops gibt, ist kein Zufall.

Andrés Martin-Birner
CEO Andrés Martin-Birner (Bild: Bike24)

„Mit den Benelux-Staaten treten wir in die vielleicht fahrradfreundlichste Region Europas ein“, argumentiert Andrés Martin-Birner (siehe Foto), Mitgründer und Chief Executive Officer (CEO) von Bike24. „Daher sehen wir in diesen Ländern ein hohes Wachstumspotenzial.“ Zumal der Fahrrad-Spezialist aus Dresden in den Benelux-Staaten mit seinem E-Commerce-Geschäft ja nicht bei null startet.

Denn bestellen können Verbraucher aus Holland, Belgien und Luxemburg schon länger bei Bike24. Bislang aber mussten Kunden dafür den englischen Online-Shop Bike24.com nutzen, über den generell Kunden im Ausland bedient werden.

Mit den neuen Länder-Shops dagegen bedient Bike24 nun erstmals Kunden aus den Benelux-Staaten über E-Commerce-Angebote in ihrer Landessprache. Das macht der Fahrrad-Spezialist aus Dresden natürlich nicht ohne Hintergedanken. Denn die bisherigen Erfahrungen zeigen: Wenn Bike24 für seine Kunden ein lokalisiertes Shopping-Portal ohne Sprachbarrieren startet, dann ziehen in den jeweiligen Ländermärkten auch die Umsätze stark an. Neben einem deutschsprachigen Online-Shop für Kunden in Deutschland und Österreich betreibt Bike24 daher bereits spezifische Shop-Versionen für Spanien, Frankreich und Italien.

Bike24 Expansion
Mit lokalisierten Shops steigen die Umsätze in der jeweiligen Region (Grafik: Bike24)

Für Kunden auf der iberischen Halbinsel wurde der Länder-Shop bereits 2020 gestartet, die Varianten für Verbraucher in Frankreich und Italien dagegen sind erst seit Anfang 2022 online. In Frankreich etwa wurde über den lokalisierten Länder-Shop im zweiten Quartal 2022 ein Netto-Umsatz von 2,8 Mio. Euro erreicht, während im Vorjahr über den englischen Shop nur rund 0,9 Mio. Euro mit Kunden in Frankreich umgesetzt wurden (siehe Grafik). Im gesamten Geschäftsjahr 2022 sind die Umsätze in den – bis dahin – lokalisierten Ländermärkten Spanien, Frankreich und Italien nach vorläufigen Jahreszahlen um 163 Prozent gestiegen.

Zum Vergleich: Insgesamt konnte Bike24 seinen Netto-Umsatz in dem vergangenen Geschäftsjahr nach den vorläufigen Zahlen nur um 4,5 Prozent erhöhen. Berücksichtigen muss man dabei allerdings auch, dass der Gesamtumsatz 2022 bei voraussichtlich 262 Mio. Euro liegt. 2021 dagegen wurde ein Gesamtumsatz von 250,2 Mio. Euro erreicht, wovon der Löwenanteil wiederum in Deutschland erzielt wurde (144,9 Mio. Euro).

Lokale Shops entwickeln sich dynamisch

Zum Vergleich: Mit dem spanischen Online-Shop wurde im vorletzten Geschäftsjahr 2021 – also dem ersten vollen Geschäftsjahr seit der Lokalisierung im Sommer 2020 – ein Netto-Umsatz von 4,7 Mio. Euro erreicht, was einem Plus von 137,8 Prozent entsprochen hatte. Das Beispiel zeigt: Die Umsätze in den lokalisierten Shops entwickeln sich in der Tat dynamisch – aber eben noch auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau.

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