„Expansionsstrategie trägt Früchte“: Bike24 plant weitere Länder-Shops

Der Online-Händler Bike24 will sein Geschäft im E-Commerce weiter internationalisieren. Konkret geplant sind daher drei neue Länder-Versionen des Online-Shops, die voraussichtlich in dem ersten Halbjahr 2023 umgesetzt werden. Dann soll auch Verbrauchern in den Niederlanden, Belgien und Luxemburg jeweils eine lokalisierte Shop-Version zur Verfügung stehen, über die Kunden dann online bei Bike24 einkaufen können.

Andrés Martin-Birner
Andrés Martin-Birner (Bild: Bike24)

Neben dem deutschen Online-Shop betreibt Bike24 aktuell bereits spezifische Shop-Versionen für Kunden in Spanien, Frankreich und Italien. Für Kunden auf der iberischen Halbinsel wurde der Länder-Shop bereits 2020 gestartet, die Varianten für Frankreich und Italien dagegen sind erst seit Jahresbeginn live.

Zuvor konnten Kunden aus Spanien, Italien und Frankreich zwar auch schon bei Bike24 bestellen. Dazu mussten Verbraucher aber den englischen Online-Shop Bike24.com nutzen, der Kunden im Ausland bedient. Mit den Länder-Shops wird jetzt dagegen erstmals an ausländische Kunden in ihrer Landessprache verkauft.

Und diese Strategie geht auf, wie aktuelle Zahlen belegen. So sind die Umsätze mit Kunden in Italien und Frankreich stark gestiegen, seit Verbraucher in diesen beiden Märkten über länderspezifische Online-Shops angesprochen werden. In Frankreich beispielsweise wurde über den neuen Länder-Shop im zweiten Quartal 2022 ein Netto-Umsatz von 2,8 Mio. Euro erreicht, während im Vorjahr über den englischen Shop nur rund 0,9 Mio. Euro mit Kunden in Frankreich umgesetzt wurden (siehe Grafik). Auch in Spanien hat das Geschäft stark zugelegt – obwohl hier in dem Vorjahresquartal ja bereits der länderspezifische Online-Shop live war.

Bike24 Expansion
In den drei lokalisierten Ländermärkten steigt der Online-Umsatz stark (Grafik: Bike24)

Im internationalen Geschäft scheint also tatsächlich viel Potenzial zu stecken. „Die deutlichen Zuwächse in unseren lokalisierten Märkten zeigen, dass unsere Expansionsstrategie Früchte trägt“, betont daher Bike24-Gründer Andrés Martin-Birner. „Dies bestärkt uns darin, unseren Weg konsequent weiter zu beschreiten.“

Allerdings bewegt sich das Geschäft in den lokalisierten Märkten noch auf einem vergleichsweise geringen Niveau. Denn über alle drei Ländermärkte wurde im zweiten Quartal 2022 ein Netto-Umsatz von 6,2 Mio. Euro erzielt, der so zwar deutlich über dem Vorjahreswert von 2,6 Mio. Euro liegt. Der Gesamtumsatz von Bike24 beträgt im zweiten Quartal 2022 aber 67,0 Mio. Euro. Dieser Wert liegt nun zudem rund vier Prozent unter dem Vorjahreswert von 69,8 Mio. Euro – und das trotz Online-Boom in den drei lokalisierten Märkten.

Gesamtumsatz sinkt im zweiten Quartal 2022

„Das Thema der nachhaltigen Mobilität gewinnt in Zeiten steigender Energiekosten in ganz Europa mehr und mehr an Bedeutung“, argumentiert Firmengründer Martin-Birner. „Dennoch haben die Auswirkungen von Krieg, hoher Inflation und verunsicherten Verbrauchern inzwischen auch unser Marktsegment beeinflusst.“

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Über Stephan Randler 3153 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.