Kurzmeldungen: Amazon & Tegut, BEVH-Studie, Hermes-Jubiläum, Fressnapf

Amazon.de erweitert Tegut-Shop erneut

Seit fast zwei Jahren kooperiert die Supermarkt-Kette Tegut mit Amazon.de. Einmal mehr wird diese Zusammenarbeit jetzt ausgeweitet. Ab sofort können daher auch Verbraucher im Raum Fulda bei Amazon.de frische Lebensmittel bestellen, die aus einer lokalen Filiale von Tegut geliefert werden.

Tegut Amazon
Tegut bei Amazon (Bild: Tegut, Björn Friedrich)

Nutzen können das Angebot allerdings einmal mehr nur Verbraucher, die Prime-Mitglied sind. Dann kann man unter 10.000 Produkten wählen. Ab einem Bestellwert von 50 Euro ist die Lieferung kostenlos, sonst fällt eine Liefergebühr von 3,99 Euro an. Der Mindestbestellwert beträgt 20 Euro.

Zum Start wurden nur Kunden aus Darmstadt und in Teilen von Frankfurt beliefert. Doch die Liefergebiete wurden seitdem immer wieder auf neue Regionen ausgedehnt. Geliefert wird aus einem lokalen Tegut-Markt. Hier werden die Käufe kommissioniert, die Kuriere abholen und zustellen.

BEVH sieht Umsatzrückgang im E-Commerce

Inflation, steigende Preise und der Krieg in der Ukraine machen sich auch im deutschen Online-Handel bemerkbar. Das verdeutlicht eine Sondererhebung zur ersten Hälfte des zweiten Quartals 2022, die der Bundesverband für E-Commerce und Versandhandel (BEVH) jetzt durchgeführt hat. Demnach sind in Deutschland die Umsätze mit Waren im E-Commerce in den sechs Wochen von Anfang April bis 16. Mai 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,7 Prozent gesunken. Dennoch liegen die Umsätze nun noch 29,7 Prozent über dem Vor-Corona-Niveau aus dem Vergleichszeitraum von 2019 (siehe Grafik).

Umsätze im E-Commerce
Online-Umsätze in der ersten Hälfte von Q2 (Quelle: BEVH, Angaben in Mrd. Euro, inkl. MwSt.)

Hintergrund ist, dass die Online-Umsätze in den Corona-Jahren 2020 und 2021 stark angezogen hatten. Kein Wunder. Schließlich konnten Verbraucher ja oftmals lediglich online einkaufen, als stationäre Ladengeschäfte wegen Corona geschlossen waren oder nur eingeschränkt öffnen durften. Vor diesem Hintergrund sinken die Umsätze jetzt auf einem hohen Niveau. Für seine Studien zum E-Commerce befragt der BEVH jährlich 40.000 Verbraucher aus Deutschland im Alter ab 14 Jahren zu Ausgaben im Online-Handel. Zahlen zu einzelnen Warengruppen kann man auf der Website des BEVH einsehen.

Fressnapf ködert Kunden mit Sonder-Rabatt

„So sparen Freunde“: Unter diesem Motto steht ein neues Kundenprogramm, das Fressnapf entwickelt hat. Denn beim Spezialisten für Tierbedarf bekommen Kunden ab sofort einen so genannten Friends-Rabatt. Dieser bietet einen Nachlass von fünf Prozent, wenn Kunden im Online-Shop oder in einem Ladengeschäft einkaufen. Einzige Bedingung ist, dass Verbraucher die Smartphone-App von Fressnapf installieren müssen. Hier kann man dann ein Kundenkonto anlegen und den Friends-Rabatt aktivieren.

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Wenn Kunden sich dann mit ihrem Konto im Online-Shop anmelden, wird der Nachlass automatisch gewährt. Vor Ort erhalten Kunden den Rabatt, wenn sie an der Kasse einen QR-Code aus der App scannen lassen. „Der Friends-Rabatt soll ein wenig Freude und finanzielle Entlastung bieten“, erklärt Fressnapf-Chef Johannes Steegmann. In dieser krisengeplagten Zeit dürften Kunden das Angebot bereitwillig annehmen. Doch auch Fressnapf dürfte profitieren. Schließlich sollte das Angebot dazu führen, dass mehr Kunden die App von Fressnapf installieren. Und wer diese einmal nutzt, kauft in der Zukunft womöglich auch so mehr bei Fressnapf. Auch wenn der Rabatt nur bis Jahresende 2022 gilt.

Hermes feiert 50-jähriges Jubiläum

Und zum Abschluss hier noch eine bunte Meldung: Im Jahr 1972 hatte der Otto-Versand den Hermes Paket-Schnell-Dienst gegründet, um dadurch Bestellungen unabhängig von der damaligen Deutschen Bundespost ausliefern zu können. Zum 50-Jährigen öffnet der Paket-Dienstleister sein Foto-Archiv:


Wer daher schon immer einmal wissen wollte, wie Hermes in den 1970er Jahren begonnen hat: Die oben angeführten Fotos liefern die Antwort (zum Vergrößern einfach auf das jeweilige Bild klicken).

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Über Stephan Randler 3071 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.