„Zeigen Solidarität“: Rose eröffnet Pop-up-Store an einem ungewöhnlichen Standort

Diese Meldung lässt aufhorchen: Mitten in der Corona-Krise expandiert der Fahrrad-Händler Rose im stationären Einzelhandel. So eröffnet der Multichannel-Händler einen neuen Pop-up-Store in Münster, wo Rose Bikes die nächsten sechs Monate auf einer Fläche von 140 Quadratmetern präsent sein wird.

Rene Scheilen
René Scheilen (Bild: Rose Bikes)

Doch ungewöhnlich ist nicht nur der Zeitpunkt, zu dem Rose auf der Fläche expandiert – schließlich leidet ja der Einzelhandel nach wie vor unter den aktuellen Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen.

Außergewöhnlich ist auch, wo Rose Bikes nun seinen Store eröffnet. Diesen bezieht der Fahrrad-Händler nämlich weder in einem Shopping-Center noch in einem Warenhaus, wie man es vermuten würde. Stattdessen mietet sich Rose in einem Reisebüro in Münster ein, das wegen der Corona-Krise brach liegt – und daher auf alternative Einnahmequellen angewiesen ist.

„Unter normalen Bedingungen lohnt sich ein temporärer Verkaufsraum für sechs Monate zwar nicht“, verdeutlicht René Scheilen (siehe Foto), der seit wenigen Wochen als „Director New Business & Retail Cooperation“ die Flächen-Expansion bei dem Fahrrad-Händler beschleunigen soll. „Aber wir zeigen Solidarität mit Unternehmen, denen die Krise ihre Existenz raubt und unterstützen, wo wir können.“

Daher bezieht Rose nun für sechs Monate eine 140 Quadratmeter große Ausstellungsfläche, die sich im ersten Obergeschoss vom Reisebüro „ReiseArt“ in der Münster Innenstadt befindet (Harsewinkelgasse 1 bis 4). So soll das Reisebüro die laufenden Kosten für die Miete ausgleichen und sich zudem Liquidität sichern. Doch natürlich profitiert auch Rose von der Kooperation. Zum einen gilt die Studentenstadt Münster als „Fahrrad-Hochburg“, in der Rose auch schon viele Bestandskunden hat. Zum anderen gibt es gerade in der Corona-Krise auch eine höhere Nachfrage nach Sportartikeln und Sportbekleidung, damit sich Verbraucher trotz Home-Office und Ausgangsbeschränkungen weiter fit halten können.

Diesen Trend bemerkt auch der Fahrrad-Händler Rose, der eigene Bikes über drei stationäre Läden in Deutschland und über einen Online-Shop in 14 Sprachen verkauft. Nach dem Corona-Shutdown konnte der Multichannel-Händler zunächst die Umsatzverluste aus dem Stationärgeschäft über sein Online-Business kompensieren. Und am ersten Verkaufstag nach den Lockerungen hatte sich die Frequenz in den stationären Geschäften in Deutschland um rund 20 Prozent zum Vorjahr erhöht.

neuhandeln.de PS: Verpassen Sie nicht mehr, was den Online- und Multichannel-Handel bewegt! Unser kostenloser Info-Dienst liefert Ihnen jede Woche alle neuen Beiträge am Freitag Abend per E-Mail in Ihr Postfach. Aktuell. Bequem. Zuverlässig. Dazu gibt es nur für Abonnenten unseres Newsletters regelmäßig Goodies wie Verlosungen von Tickets oder Rabatt-Codes für Veranstaltungen.

Über 4.585 Kollegen aus dem Online- und Multichannel-Handel sichern sich so schon ihren Wissensvorsprung. Jetzt gleich anmelden:

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung. Die Einwilligung lässt sich jederzeit widerrufen. *Pflichtfeld

Über Stephan Randler 2453 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.