„Deutliche Zuwachsraten“: Intersport profitiert online von der Corona-Krise

In der aktuellen Corona-Krise haben Online-Händler an sich zwar bessere Karten als stationäre Händler. Schließlich lässt sich online weiter verkaufen, während lokale Läden aktuell größtenteils geschlossen sind. Allerdings stehen bei den Konsumenten auch online längst nicht alle Sortimente hoch im Kurs.

Carsten Schmitz
Carsten Schmitz (Bild: Intersport)

Mode zum Beispiel interessiert Verbraucher derzeit auch online weniger, wie jetzt das Deutsche Mode-Institut (DMI) berichtet. „Bei Mode geht es vor allem darum, wie man aussieht, wenn man unterwegs ist – und nicht darum, wie man aussieht, wenn man allein zuhause ist“, wird dieser Trend begründet.

Eine erhöhte Nachfrage bemerken dagegen Händler, deren Sortimente zu der Krisen-Situation passen. So brummt das Geschäft bei Elektronik-Versendern, wenn mehr Menschen nun Ausstattung für ihr Home Office benötigen. Und auch Sportartikel-Händler sind online für die Krise ganz gut aufgestellt.

Das ist jetzt zumindest bei Intersport der Fall, wo sich nach eigenen Angaben die Online-Bestellungen verdreifacht haben. Besonders nachgefragt werden demnach Sportartikel für zu Hause. Das ist kein Wunder. Schließlich können sich Verbraucher damit auch in Zeiten der Corona-Epidemie fit halten.

Die Verbundgruppe bemerkt daher „deutliche Zuwachsraten“ bei Fitness-Artikeln wie Hanteln oder Zugbändern. Hoch im Trend stehen würden bei Kunden aber auch Freizeit-Angebote wie Badminton Sets, Basketballkörbe oder Trampolins, um sich damit im heimischen Garten die Zeit zu vertreiben.

„Wir rechnen damit, dass es auf dem weit überdurchschnittlichen Niveau weiter gehen wird“, freut sich Carsten Schmitz, der als Chief Digital Officer (CDO) bei Intersport den Online-Vertrieb steuert. „Denn auch langfristig können Ausnahmesituationen ein verändertes Einkaufsverhalten mit sich bringen.“

Vom Online-Vertrieb profitieren zudem die lokalen Geschäfte. Denn über die Online-Plattform der Verbundgruppe können stationäre Händler ihre lokalen Warenbestände verkaufen. Wenn Kunden das Portal besuchen, wird über ihre IP-Adresse ein Händler in der Nähe ermittelt, der die gewünschte Ware führt. Er nimmt dann den Online-Auftrag an und verschickt die Ware aus seinem Geschäft. „Bei geschlossenen Geschäften ist das die einzige Verkaufschance für unsere Händler“, erklärt Schmitz.

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Über Stephan Randler 2396 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr

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