„Sad to say goodbye“: Windeln.de-Gruppe schließt Online-Shops von Bebitus

Die Windeln.de-Gruppe dünnt ihr Portfolio weiter aus. Denn offline sind jetzt auch die Online-Shops des Spezial-Versenders Bebitus, der bisher Baby- und Kinderbedarf an Kunden in Spanien, Frankreich und Portugal verkauft hat. Doch wer jetzt einen Bebitus-Shop besuchen will, wird weitergeleitet und landet auf einer speziellen Landing-Page bei Windeln.de. Hier erfahren Besucher, dass die jeweiligen Online-Shops von Bebitus bereits vor Weihnachten geschlossen wurden („It’s sad to say goodbye!“).

Bebitus offline
Bebitus.com ist offline (Bild: Screenshot)

Wirklich überraschend kommt das aber nicht. Denn das Ende des Spezial-Versenders war absehbar, der erst 2011 in Barcelona gegründet und ja im Frühherbst 2015 von der Windeln.de-Gruppe übernommen wurde.

Dieser Konzern hatte nämlich bereits im Frühjahr 2020 – also vor nun schon fast zwei Jahren – angekündigt, einen Verkauf von Bebitus zu prüfen. Doch im November 2021 hatte der Konzern kommuniziert, dass der angestrebte Verkauf durch den Vorstand von Windeln.de ausgesetzt wurde. Demnach konnte mit diversen Verhandlungspartnern keine Einigung erzielt werden.

Laut dem kürzlich veröffentlichten Neunmonatsbericht für das Geschäftsjahr 2021 hatte Windeln.de von März 2020 bis in das vierte Quartal 2021 hinein Gespräche mit mehreren potenziellen Käufern geführt. Diese Gespräche seien aber ohne Ergebnis geblieben. Der Vorstand hatte daher beschlossen, ein nach spanischem Recht vorgesehenes Verfahren für eine Einstellung des Geschäfts einzuleiten.

Verkaufsgespräche ohne Ergebnis

In den ersten neun Monaten 2021 hatte Bebitus einen Netto-Umsatz von 6,8 Mio. Euro erwirtschaftet und ein bereinigtes EBIT von -1,9 Mio. Euro verbucht. Das Geschäft kann laut der Windeln.de-Gruppe seine Verwaltungsfixkosten nicht decken und ist beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) defizitär.

Die Windeln.de-Gruppe hatte schon in den vergangenen Jahren ihr Geschäft immer wieder ausgedünnt. So wurde unter anderem das Osteuropa-Geschäft verkauft, ein italienischer Online-Shop geschlossen und das Online-Geschäft der Shop-Marke Nakiki aufgegeben. Aktuell gibt es nur noch Online-Shops für Kunden in Deutschland und Österreich (Windeln.de), Schweiz (windeln.ch) und China (windeln.com.cn).

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Über Stephan Randler 3148 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.