Trotz Lockdown: Ceconomy verliert nur wenig Umsatz im Corona-Jahr

Der Ceconomy-Konzern hat das gerade abgelaufene Geschäftsjahr 2019/20 (Ende: 30. September) mit einem europaweiten Netto-Umsatz von 20,8 Mrd. Euro abgeschlossen. Damit liegt der Gesamtumsatz währungs- und portfoliobereinigt nach vorläufigen Zahlen zwar -1,8 Prozent unter den 21,5 Mrd. Euro aus dem Vorjahr. Der Rückgang hält sich aber im Rahmen – wenn man bedenkt, wie sehr die Corona-Krise dem Elektronik-Spezialisten in dem abgelaufenen Geschäftsjahr ja den Handel erschwert hat.

Bernhard Duettmann
Bernhard Düttmann (Bild: Ceconomy AG)

Schließlich führte der Corona-Lockdown in diesem Frühjahr auch bei dem Ceconomy-Konzern dazu, dass stationäre Stores im April und teilweise noch im Mai geschlossen waren. Der Rückgang von -1,8 Prozent spiegle daher auch die negativen Auswirkungen aus den Marktschließungen wider.

Die Umsatzeinbußen im stationären Einzelhandel aus dem Frühjahr habe die Gruppe über das gesamte Geschäftsjahr aber fast ausgleichen können. So hat sich das Geschäft seit der Wiedereröffnung der lokalen Märkte wieder stark erholt. Dazu hatte sich der Umsatz vor dem Frühjahr „solide“ entwickelt.

Die Online-Umsätze sind im Jahresvergleich zudem um rund 44 Prozent gestiegen, weil der Konzern seine Vertriebsaktivitäten verstärkt auf diesen Kanal konzentriert hatte. Bei der Umsatzentwicklung spielt der Gruppe zudem generell in die Karten, dass man Kunden in der Krise passende Angebote machen kann. So gab es etwa in dem letzten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 – also zwischen Anfang Juli und Ende September – eine hohe Nachfrage nach Haushaltsgeräten, Fernsehern sowie Home-Office-Equipment. Also Produkte, mit denen sich in der Krise das Zuhause aufpeppen lässt.

Hohe Kunden-Nachfrage nach Elektronik-Produkten

„Die Krise hat Menschen dazu veranlasst, ihr Leben zu Hause abwechslungsreicher, unterhaltsamer und erlebbarer zu gestalten“, betont Bernhard Düttmann (siehe Foto), der den Ceconomy-Konzern auch die kommenden Monate als Chief Executive Officer (CEO) führt. „Dies spiegelt sich gut in unserer starken Online-Performance und der Erholung des Stationär-Geschäfts seit dem Ende des Lockdowns wider.“

Trotzdem lag die Frequenz in den lokalen Märkten zuletzt etwa -15 Prozent unter dem Vorjahreswert. Einige Kunden meiden scheinbar also nach wie vor Geschäfte – vielleicht aus Angst vor einer Corona-Infektion oder weil die Maske beim Einkauf stört. Das bereinigte EBIT für das Geschäftsjahr 2019/20 liegt bei rund 230 Mio. Euro und damit unter den 423 Mio. Euro EBIT aus dem Vorjahr. Der Rückgang sei unter anderem eine Folge von den Corona-bedingten Marktschließungen im April und Mai 2020.

Alle Zahlen sind vorläufig und ungeprüft. Die endgültigen Ergebnisse gibt es am 15. Dezember 2020.

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Über Stephan Randler 2653 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.