Rose steigert Umsatz deutlich – obwohl Corona viele Millionen zunichte macht

Die Rose Bikes GmbH hat einen Netto-Umsatz von 137,1 Mio. Euro erreicht im Geschäftsjahr 2019/20, das am 31. Oktober abgeschlossen wurde. Damit steht zwar ein deutliches Plus von 34 Prozent in den Büchern, nachdem der Fahrrad-Hersteller im Geschäftsjahr zuvor erst 102 Mio. Euro umgesetzt hatte.

Marcus Diekmann
Marcus Diekmann (Bild: Simon Thon)

Dennoch wäre im abgelaufenen Geschäftsjahr sogar noch deutlich mehr drin gewesen. Das wird jedenfalls schnell deutlich, wenn man sich klarmacht, wie Rose Bikes seinen Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr steigern konnte.

So wurden prominente Testimonials gewonnen wie Fußball-Nationaltorwart Manuel Neuer, die seitdem für Rose Bikes werben. Aus diesem Grund konnte die Fahrrad-Marke ihren Bekanntheitsgrad weiter steigern. Außerdem wurde das Rose-Sortiment von zuvor 178 auf nur 104 Bikes stark reduziert, um so den Verkauf von stärker nachgefragten Rädern voranzutreiben.

Obendrein hatte Rose in sein Online-Geschäft investiert und konnte deswegen sowohl die Verweildauer als auch die Seitenaufrufe und Konversionsraten in seinem Online-Shop erhöhen. Gestiegen ist zudem die Zahl der stationären Ladengeschäfte. So wurde im vergangenen Geschäftsjahr 2019/20 – zusätzlich zu den bestehenden Stores in Bocholt, München und Posthausen – ein Geschäft in Berlin bezogen und ein Flagship-Store in Meilen am Zürichsee in der Schweiz eröffnet. Dazu verkauft Rose seit Juli 2020 auf einer Sonderfläche im stationären Geschäft von Engelhorn Sports, welches sich in Mannheim befindet.

Umsatzausfälle von ca. 30 Mio. Euro wegen Corona

Über all diese Maßnahmen wurde das Plus von 34 Prozent erreicht – und damit auch die ursprüngliche Prognose von 22 Prozent übertroffen. Kaum profitieren konnte Rose dagegen aber von Sondereffekten durch die Corona-Krise, die anderen Online-Händlern deutlich stärkere Zuwachsraten beschert hatte.

So war zwar an sich auch bei Rose die Nachfrage nach Fahrrädern gestiegen, weil sich Verbraucher im Corona-Jahr verstärkt für Individualsport interessiert hatten – kein Wunder, wenn Team-Sport ja quasi unmöglich war. Dieser Corona-Schub sei aber verpufft, weil die Fahrrad-Marke die erhöhte Nachfrage oft gar nicht bedienen konnte. „Durch unterbrochene Lieferketten, fehlende Warenverfügbarkeit und geschlossene Läden kam es zu Umsatzausfällen von ca. 30 Mio. Euro“, bedauert Rose-Geschäftsführer Marcus Diekmann, der ja auch seine Ladengeschäfte zum Lockdown im Frühjahr schließen musste.

Mit dem zusätzlichen Corona-Schub hätte Rose ihm zufolge also einen Jahresumsatz von 167 Mio. Euro erreichen können und damit ein Plus von etwa 63 Prozent verbucht: deutlich mehr als die 34 Prozent Wachstum, die zwar über der Jahresprognose liegen. Doch diese wurde ja bereits vor Corona getroffen.

Die Rose Bikes GmbH verkauft eigene Rennräder, Mountainbikes als auch E-Bikes, die Kunden selbst konfigurieren können, indem sie für ihr Rad zum Beispiel andere Bremsen oder Reifen wählen. Neben kompletten Fahrrädern bietet Rose Bikes außerdem noch Einzelteile, Zubehör sowie Bekleidung an.

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Über Stephan Randler 2699 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.