Prognose übertroffen: Rose Bikes wächst deutlich stärker als erwartet

Der deutsche Fahrrad-Hersteller Rose hat das vergangene Geschäftsjahr 2018/2019 (Ende: 31. Oktober) mit einem Netto-Umsatz von 102 Mio. Euro abgeschlossen. Das ist ein Plus von 20 Prozent zum Vorjahr, in dem der Multichannel-Händler erst auf einen Jahresumsatz von 85 Mio. Euro netto gekommen war.

Rose Bikes
Rose stellt eigene Räder her (Bild: Rose Bikes)

Mit dem aktuellen Plus konnte Rose aber nicht nur ein deutlich zweistelliges Wachstum erreichen. Der Fahrrad-Spezialist hat auch die eigene Prognose bei weitem übertroffen, da Rose ursprünglich für das Geschäftsjahr 2018/2019 mit einem Netto-Umsatz von 96 Mio. Euro kalkuliert hatte.

Dass dieses Ziel getoppt wurde, hat mehrere Gründe. Zum einen hat Rose Bikes mehr in Marketing investiert und so die Bekanntheit seiner Fahrrad-Marke erhöhen können. Zum anderen wurde auch das Produkt-Design überarbeitet, wodurch die eigenen Räder für Kunden attraktiver wurden.

Investiert wurde auch ins E-Commerce-Geschäft. Hier haben die Bocholter unter anderem die Such-Funktion im Online-Shop überarbeitet, die seitdem bessere Ergebnisse liefert. Das führt wiederum dazu, dass immer mehr Verbraucher im Online-Shop auch kaufen, wenn sie zuvor die Suchfunktion benutzen. Bei dem E-Commerce-Geschäft zahlt sich auch aus, dass Rose im vergangenen Jahr die Digital-Agentur Kommerz übernommen hat – und seitdem über mehr Digitalkompetenz verfügt.

Trotz der Investitionen hat sich das Ergebnis verbessert im Vergleich zum Vorjahr, in dem Rose eine schwarze Null schreiben konnte. Zahlen zum Jahresgewinn nennt Rose aber auch auf Nachfrage nicht.

Dafür steht aber fest, dass Rose seinen Online-Shop zu einem Marktplatz ausbauen wird. Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren, ab dem zweiten Quartal 2020 soll dann das eigene Produktsortiment um Ware von Partnern ergänzt werden. Mit der Marktplatz-Strategie will Rose zu der ersten Anlaufstelle für Kunden werden, wenn sie Produkte und Services rund um ihre Bikewelt haben möchten – und nicht nur Eigenmarken von Rose kaufen wollen. Die Partner wählt Rose selbst aus. Die Kunden sehen im Online-Shop dabei nicht, wenn Produkte von Dritten angeboten werden.

Die Rose Bikes GmbH verkauft sowohl über stationäre Ladengeschäfte als auch über einen Online-Shop, der in 14 Sprachen betrieben wird. Rose verkauft ausschließlich eigene Fahrräder, die Kunden selbst konfigurieren können, indem sie für ihr Rad zum Beispiel andere Bremsen oder Reifen wählen.

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Über Stephan Randler 2402 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr