„Webshop nicht mehr aktiv“: Online-Shop AO.de ist jetzt offline

Vor einem guten Monat hatte AO ja angekündigt, seinen deutschen Online-Shop zu schließen. Nun ist es auch in der Praxis so weit. Wer daher jetzt die Internet-Adresse AO.de aufruft, kann auf dieser Website keine Produkte mehr kaufen. Stattdessen informiert AO Deutschland nun auf der Startseite darüber, dass leider der „Webshop nicht mehr aktiv“ ist. Zudem bedankt sich AO Deutschland bei seinen Kunden für ihr Vertrauen.

AO.de offline
AO.de ist jetzt offline (Bild: Screenshot)

Bereits zu Jahresbeginn hatte der britische Online-Händler AO angekündigt, sein Online-Geschäft in Deutschland strategisch zu prüfen. Im Juni wurde dann beschlossen, das E-Commerce-Geschäft in Deutschland aufzugeben. Erklärt wurde dieser Schritt damit, dass sich das lokale Handelsumfeld verändert habe.

Nach eigenen Angaben hatte AO in Deutschland zuletzt damit zu kämpfen, dass Kosten für digitales Marketing gestiegen sind. Zum anderen hatte sich aber laut AO auch der Online-Wettbewerb verschärft, weil viele Verbraucher mit dem Abflachen der Corona-Pandemie wieder mehr offline einkaufen würden.

Vor diesem Hintergrund hatte AO daher in Aussicht gestellt, das Geschäft in Deutschland nur noch für einen kurzen Zeitraum fortzuführen. Mit dem Shop-Aus wurde diese Ankündigung jetzt in die Praxis umgesetzt.

Shop-Aus acht Jahre nach Deutschland-Start

AO.com ist spezialisiert auf das Geschäft mit Elektronik-Produkten und mit Haushaltsgeräten („Appliances online“). Der Online-Pureplayer wurde im Jahr 2000 in Großbritannien gegründet und war bis Herbst 2014 nur in seinem Heimatmarkt aktiv. Dann aber war AO in Deutschland mit einem Online-Shop gestartet.

Allerdings hatte sich von Anfang an die Frage gestellt, wieso denn nun Verbraucher plötzlich Kühlschränke und Waschmaschinen bei AO Deutschland bestellen sollten. Schließlich gab und gibt es mit Amazon, Otto oder MediaMarktSaturn ja genug etablierte Alternativen. Vom Wettbewerb differenzieren wollte sich AO in Deutschland nicht zuletzt durch Service. Großgeräte wurden daher zum Beispiel selbst ausgeliefert.

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Über Stephan Randler 3216 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.