Nach eBay: Weitere Online-Marktplätze starten Sonderkonditionen für Händler

Zu Beginn dieser Woche war eBay voran geprescht und hatte ein so genanntes Soforthilfe-Programm gestartet, um damit nicht zuletzt stationären Händlern den Einstieg in den E-Commerce zu erleichtern. Nun zieht Marktplatz-Betreiber Rakuten nach. Wer sich daher jetzt für den Online-Vertrieb bei Rakuten entscheidet, spart die Einrichtungsgebühr und die ersten zwölf Monate die monatliche Grundgebühr.

Rakuten TV-Spot
Rakuten verzichtet auf Gebühren (Screenshot)

Regulär berechnet der Online-Marktplatz seinen Händlern im Basis-Tarif eine Gebühr von 39 Euro im Monat (zzgl. MwSt.). Die Einrichtungsgebühr beträgt wiederum 49 Euro (zzgl. MwSt.). Potenzielle Partner werden von Rakuten direkt kontaktiert. Alternativ können sich Händler aber auch per E-Mail bei dem Marktplatz-Betreiber melden, wenn sie Interesse am Angebot haben.

„Unsere Mission war schon immer, Händler zu unterstützen und den Weg zum erfolgreichen Verkauf im E-Commerce zu ebnen“, erklärt Rakuten. „Nie war es so wichtig, solidarisch zu sein und sich gegenseitig zu unterstützen.“

Händler unterstützen will nach eigenen Angaben jetzt auch die Parfümerie-Kette Douglas, die seit dem vergangenen Herbst einen Online-Marktplatz betreibt. Im Gegensatz zu eBay und Rakuten ist das aber keine offene Plattform. Vielmehr setzt Douglas auf ein geschlossenes System und wählt seine Partner im Vorfeld selbst aus, um so das eigene Sortiment sinnvoll zu ergänzen. Nun allerdings lockert Douglas den Zugang zu seinem Marktplatz. So sollen passende Partner ihre Produkte schneller bei Douglas.de verkaufen und so Umsatzeinbußen durch die verordneten Filialschließungen kompensieren können.

Unterm Strich profitieren aber natürlich auch die Marktplatz-Betreiber davon, wenn Verbraucher mehr Auswahl auf ihren Portalen bekommen. Das macht die Online-Plattformen schließlich interessanter für potenzielle Kunden. Zumal ja bei Douglas ebenfalls Filialen wegen der Corona-Krise geschlossen sind.

Douglas-Partner erhalten die nächsten drei Monate nun Vorzugskonditionen, eine neue Task Force soll Angebote schnell und unbürokratisch online bringen. Gesucht werden Anbieter von Beauty, Schmuck, Accessoires und Lifestyle-Artikeln. Grundvoraussetzung sind digitale Produktdaten. Zudem müssen potenzielle Partner ihre Produkte per DHL versenden. Interessenten erreichen Douglas per E-Mail.

Douglas richtet sich mit seinem Angebot explizit an Händler, die bereits online gut aufgestellt sind. Das Rakuten-Angebot können dagegen sowohl stationäre Händler in Anspruch nehmen als auch Online-Händler, die jetzt erstmals mit dem Verkauf auf dem deutschen Online-Marktplatz Rakuten.de starten.

neuhandeln.de PS: Verpassen Sie nicht mehr, was den Online- und Multichannel-Handel bewegt! Unser kostenloser Info-Dienst liefert Ihnen jede Woche alle neuen Beiträge am Freitag Abend per E-Mail in Ihr Postfach. Aktuell. Bequem. Zuverlässig. Dazu gibt es nur für Abonnenten unseres Newsletters regelmäßig Goodies wie Verlosungen von Tickets oder Rabatt-Codes für Veranstaltungen.

Über 4.566 Kollegen aus dem Online- und Multichannel-Handel sichern sich so schon ihren Wissensvorsprung. Jetzt gleich anmelden:

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung. Die Einwilligung lässt sich jederzeit widerrufen. *Pflichtfeld

Über Stephan Randler 2525 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.

2 Kommentare zu Nach eBay: Weitere Online-Marktplätze starten Sonderkonditionen für Händler

Kommentare sind deaktiviert.