„Entwicklung hinter Erwartungen“: myToys-Gruppe schließt Online-Shop Yomonda

Die myToys-Gruppe aus Berlin trennt sich von einem Online-Shopping-Angebot. Denn zum Jahresende 2022 wird der Online-Shop Yomonda.de geschlossen, über den momentan noch Produkte rund um die Themen Home & Living angeboten werden. Damit ist aber demnächst Schluss, weil die Erwartungen verfehlt wurden.

Yomonda Online-Shop
Yomonda Online-Shop (Bild: Screenshot)

„Leider ist es nicht gelungen, Yomonda zu einem eigenständigen Anbieter am Markt auszubauen“, berichtet Martin Schierer, Chief Executive Officer (CEO) der myToys-Gruppe aus Berlin. „Trotz eines deutlichen Wachstums blieb die Geschäftsentwicklung hinter den Erwartungen und gesteckten Zielen zurück.“

Daher will sich der Multichannel-Händler aus dem Otto-Konzern künftig wieder verstärkt auf sein Kerngeschäft fokussieren. Dazu gehören beim E-Commerce noch die Online-Shops myToys.de (Sortiment: Spielwaren) und Mirapodo.de (Schuhe), die beide in einem Multishop-Konzept zusammen betrieben werden.

Beide Online-Angebote sind zentral über die Website myToys.de erreichbar, wo man über eine Menüleiste am oberen Bildrand von Shop zu Shop wechseln kann. Denn Zielgruppe der Otto-Tochter sind Familien, denen man eine zentrale Shopping-Plattform bieten will. Wer daher Spielzeug für seinen Nachwuchs bei myToys.de bestellt, kann noch Mode für sich selbst bei Mirapodo ordern. Für beide Shops gibt es einen zentralen Warenkorb. Kunden brauchen daher nur ein Konto, um in beiden Online-Shops einzukaufen.

Zahlreiche Kunden überzeugt – aber leider nicht genug

Diese Multishop-Plattform wurde im Herbst 2016 mit Yomonda.de um ein zusätzliches Shopping-Angebot erweitert. Damit wollte man Kunden noch mehr Auswahl bieten. Dass dafür ein Spezial-Shop für Home & Living gestartet wurde, lag quasi auf der Hand. „Home & Living gehört zu den Sortimenten, die unsere Kunden bevorzugt kaufen“, hatten die Berliner damals gegenüber neuhandeln.de erklärt. Und seit dem Shop-Start habe Yomonda auch zahlreiche Kunden überzeugen können – aber leider eben nicht genug.

Das Shop-Aus zum Jahresende 2022 betrifft zehn Mitarbeiter, die aktuell noch für Yomonda tätig sind. Die betroffenen Angestellten arbeiten aber weiter für myToys und übernehmen andere Aufgaben in der Gruppe.

Mode-Shop Ambellis auch schon eingestellt

Diese trennt sich jetzt übrigens nicht zum ersten Mal von einem Online-Shop. Denn vor rund drei Jahren hatte die Otto-Tochter bereits den Online-Shop Ambellis.de begraben, über den bis dahin Damen-Mode angeboten wurde. Dieses Angebot wurde dann aber mit dem Schuh-Shop Mirapodo verschmolzen.

Das Multishop-Konzept mit den E-Commerce-Angeboten myToys.de, Mirapodo und Yomonda wird von der myToys.de GmbH aus Berlin betrieben. Zu dieser gehören außerdem 19 Ladengeschäfte in Deutschland, die unter der Vertriebslinie myToys.de geführt werden. Die myToys.de GmbH aus Berlin ist wiederum ein Teil der myToys-Gruppe, zu der zusätzlich noch der Shopping-Club Limango aus München zählt. Beide Firmen bilden im Otto-Konzern zusammen die myToys-Gruppe, weil sie junge Familien als ihre Zielgruppe haben.

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Über Stephan Randler 3216 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.