Multishop-Strategie: myToys-Gruppe stellt den ersten Sub-Shop ein

In den vergangenen Jahren hatte die myToys-Gruppe ihr Online-Portal immer wieder um zusätzliche Sub-Shops erweitert, die jeweils auf ein bestimmtes Nischen-Sortiment zugeschnitten sind. Doch nun geht die Otto-Tochter erstmals den entgegen gesetzten Weg und trägt den ersten Sub-Shop zu Grabe.

Ambellis offline
Ambellis geht offline (Bild: Screenshot)

Konkret trifft es den Nischen-Shop Ambellis.de, über den die Berliner bereits seit dem Jahr 2010 ein Sortiment rund um Damen-Mode anbieten (Motto: „Shoppen, anziehen, wohlfühlen“). Erreichbar ist der Mode-Shop sowohl über die eigenständige Internet-Adresse Ambellis.de als auch über das Online-Portal myToys.de, wo Nutzer den Ambellis-Shop über das Menü erreichen.

So sollen Mütter – die Zielgruppe der myToys-Gruppe – auch für sich neue Schuhe oder Fashion kaufen, wenn sie ohnehin schon das Online-Portal besuchen und zum Beispiel nach Spielwaren für den Nachwuchs suchen.

Produkte aus den beiden Spezial-Shops lassen sich dabei in einen zentralen Warenkorb legen, so dass Kunden bei einem Einkauf in beiden Shops nur ein Konto brauchen und nur einmal Porto bezahlen.

An diesem Multi-Shop-Konzept hält die myToys-Gruppe weiter fest. Die Händler-Marke Ambellis.de verschwindet demnächst dennoch vom Markt, weil die Otto-Tochter ihr Mode-Sortiment künftig mit dem weiteren Sub-Shop Mirapodo.de vereint. Dieser war ursprünglich – im Gegensatz zu Ambellis.de – vom Otto-Konzern als ein Standalone-Shop für Schuhe gestartet worden, der dann im Frühjahr 2013 als dritte Shop-Marke neben myToys.de und Ambellis.de an das myToys-Portal angegliedert worden ist.

„In den vergangenen Jahren haben wir die Marke „Mirapodo“ massiv gestärkt“, erklärt myToys-Gründer und Geschäftsführer Oliver Lederle. Der Sub-Shop Ambellis wird daher Ende Februar mit Mirapodo verschmolzen, damit hier Kunden künftig neben Schuhe auch Mode finden. Nachvollziehbar. Denn ein zentraler Sub-Shop für Bekleidung macht mehr Sinn als separate Online-Angebote für Teilsortimente wie Schuhe oder Mode. Anbieten könnte man so ein Sortiment dann aber auch unter einem Menüpunkt wie „Fashion“ auf der zentralen Startseite myToys.de. Da es ja ohnehin einen gemeinsamen Checkout für Mirapodo und myToys.de gibt, würde das ja dann für die Kunden auch keinen Unterschied machen.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2017/2018 (Ende: 28. Februar) konnte die myToys.de GmbH ihren Netto-Umsatz von zuvor 399,6 Mio. Euro auf nun 421,5 Mio. Euro erhöhen. Dabei war das Geschäftsjahr geprägt durch den Ausbau des Kombi-Shoppings. Schließlich wurde das Multishop-Angebot mit myToys.de, Ambellis und Mirapodo im Herbst 2016 um den vierten Sub-Shop Yomonda.de ergänzt.

Dieser zusätzliche Sub-Shop für Möbel und Accessoires hatte daher 2017/2018 erstmals ein volles Geschäftsjahr zum Umsatz beigetragen. Doch nicht nur deshalb ist die Zahl der Kunden gestiegen, die das Multi-Shop-Angebot nutzen – wie auch der über die Multi-Shops erzielte Umsatz. Denn nach eigenen Angaben ist die myToys-Gruppe auch mit dem Wachstum der einzelnen Marken zufrieden.

Neue Sub-Shops sind daher schon angedacht, konkrete Pläne gebe es aber nicht. Mitarbeitern aus dem Ambellis-Team habe man andere Stellen in der Firma angeboten, die zum Teil angenommen wurden.

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Über Stephan Randler 2101 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr