Halbzeitbilanz der Otto-Gruppe: So läuft es bei Otto, Bonprix, myToys und Witt

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Bei der Otto-Gruppe brummt weiterhin das Geschäft. Denn in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2021/2022 (Ende: 28. Februar) konnte der Konzern auf vergleichbarer Basis den Netto-Umsatz weltweit um gut 20 Prozent steigern. Damit gibt es nicht nur erneut ein zweistelliges Wachstum.

Otto Group
Beim Otto-Konzern läuft es (Bild: Otto Group)

Jetzt ist sogar noch mehr Zug drin als im Vorjahr. Denn 2020 konnte der Otto-Konzern auf vergleichbarer Basis von Anfang März bis Ende August ja seinen Netto-Umsatz erst um rund zwölf Prozent erhöhen. Dass es nun noch besser läuft, hat laut dem Handelskonzern aus Hamburg verschiedene Gründe.

Zum einen gebe es generell eine gestiegene Nachfrage bei Produkten rund um Mode sowie Home & Living. Zum anderen wachse der Online-Handel weiter anhaltend. Obendrein erhole sich bei den Otto-Unternehmen das Geschäft, die auch mit Geschäften im stationären Einzelhandel verkaufen.

Konkrete Umsatzzahlen verrät der Otto-Konzern zwar auch in diesem Jahr leider wieder nicht bei seiner Halbjahresbilanz. Dafür gibt es aber erneut Infos dazu, wie sich das Handelsgeschäft bei ausgewählten Konzern-Töchtern entwickelt. Bei der Kernmarke Otto beispielsweise ist der Netto-Umsatz zum Vorjahr jetzt um 30 Prozent angestiegen. Mit ein Grund dafür ist, dass sich das Angebot weiter erhöht. Denn der Online-Shop wird ja zu einem Marktplatz ausgebaut, weshalb immer mehr externe Online-Händler auf Otto.de ihre Artikel anbieten. Bereits im ersten Halbjahr 2020/2021 gab es 25 Prozent Wachstum.

30 Prozent Plus: Bei Otto.de läuft es besonders gut

Zweistellige Zuwächse gibt es auch beim Mode-Versender Bonprix. Hier steht weltweit ein Umsatzplus von fast 17 Prozent in den Büchern. Dieses Wachstum dürfte die Verantwortlichen besonders freuen. Denn im Vorjahr hatte es noch einen Rückgang von 3,6 Prozent gegeben. Schließlich war 2020 durch die Ausgangsbeschränkungen zu Beginn der Corona-Krise generell die Nachfrage nach Fashion und Schuhen gesunken. Nun hat sich vor allem das Geschäft in den USA enorm erholt, wo Bonprix mit der Marke „Venus“ aktiv ist und viel Bademode verkauft. Diese wurde nun wieder verstärkt nachgefragt.

Weiter positiv läuft das Geschäft bei der myToys-Gruppe. Hier sind die Umsätze in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres erneut um zwölf Prozent gestiegen. Im Vergleich zu Bonprix fällt das Wachstum damit zwar geringer aus. Die Gruppe konnte aber im Vorjahr bereits um starke 28 Prozent zulegen. Damals war nämlich das Interesse an Produkten der Otto-Tochter stark gestiegen, als im Frühjahr der Lockdown kam und Eltern ihre Kinder zu Hause betreuen mussten. Die Gruppe verkauft aber nicht nur Spielwaren über ihren Online-Shop myToys.de, sondern auch Schuhe (Mirapodo.de) und Home & Living (Yomonda.de). Dazu gehört noch der Shopping-Club Limango zur myToys-Gruppe, die auf junge Familien spezialisiert ist. Vor allem im Mode-Handel gab es nun deutliche Wachstumsraten.

Weil das Geschäft mit Mode wieder anzieht, kommt nun auch die Witt-Gruppe auf ein starkes Plus von 27 Prozent. Im Vorjahr sah das noch ganz anders aus. Denn von Anfang März bis Ende August 2020 hatte es ein Umsatzminus im niedrigen einstelligen Bereich gegeben. Denn damals machte auch dieser Otto-Tochter zu schaffen, dass sich Verbraucher generell bei Mode zurückgehalten hatten. Der Lockdown im Frühjahr 2020 erschwerte zusätzlich das Geschäft. In diesem Jahr war das Geschäft vor Ort durch Corona-Beschränkungen zwar immer noch schwierig. Die Witt-Gruppe hat aber viel online investiert und konnte dadurch den Umsatz im E-Commerce jetzt sogar um über 38 Prozent steigern.

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Über Stephan Randler 2920 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.

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