Neue Quartalszahlen: Bei Home24 geht der Umsatz jetzt zurück

Der Möbel-Versender Home24 hat das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2022 mit einem Netto-Umsatz von 140 Mio. Euro beendet. Zum Vorjahr hat sich der Umsatz damit jetzt aber deutlich reduziert. Denn der Umsatz des Möbel-Händlers ist gleich um zwölf Prozent gesunken, der Kunden in sieben Ländern Europas bedient und an Verbraucher in Brasilien mit der Zweitmarke Mobly verkauft.

Home24 Online-Shop
Home24 Online-Shop (Bild: Screenshot)

Als Hintergrund für diese Entwicklung nennt Home24, dass die Nachfrage durch eine sinkende Konsumlaune beeinflusst wurde. So hätten die Inflation und der Krieg in der Ukraine die Konsumentenstimmung stark getrübt und damit auch das operative Geschäft von Home24 beeinflusst. Das wird nicht zuletzt deutlich, wenn man sich einmal weitere Kennzahlen ansieht.

So ist die Zahl der Bestellungen gleich um 28 Prozent gesunken und hat sich auf 0,7 Mio. Bestellungen reduziert. Gesunken ist auch die Zahl der aktiven Kunden, die um elf Prozent auf 2,1 Mio. Verbraucher nachgegeben hat.

Berücksichtigen muss man allerdings auch, dass vor einem Jahr der Umsatz noch stark angezogen hatte. Denn im ersten Quartal 2021 hatte sich der Netto-Umsatz des Möbel-Spezialisten um satte 55 Prozent erhöht. Denn damals konnte Home24 davon profitieren, dass Kunden in der Corona-Krise mehr Einkäufe ins Internet verlagert hatten. Der Umsatz sinkt jetzt also auf einem hohen Niveau.

Marktplatz-Strategie nimmt an Fahrt auf

Reduziert hat sich im ersten Quartal 2022 auch das Ergebnis. Das bereinigte EBITDA hat sich daher von zuvor 0,6 Mio. Euro auf -6,1 Mio. Euro verschlechtert. Unter anderem haben gestiegene Einkaufspreise und erhöhte Container-Importkosten die Marge belastet. Für das gesamte Geschäftsjahr 2022 rechnet Home24 trotzdem weiter mit einem Wachstum von zwei bis 17 Prozent und einer bereinigten EBITDA-Marge von einem bis fünf Prozent. Um Kunden an Home24 zu binden, möchte der Möbel-Händler sein Angebot an erschwinglichen Artikeln ausbauen. So will Home24 auch solche Verbraucher erreichen, die momentan keine größeren Möbel kaufen möchten. Passenderweise hat Home24 mit der Übernahme des Deko-Spezialisten Butlers sein Sortiment gerade erst um Wohn-Accessoires erweitern können.

Butlers wird ab dem 01. April 2022 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Auch deshalb rechnet Home24 für das zweite Quartal 2022 mit besseren Umsatz- und Ertragskennzahlen. Das Geschäft befeuern soll zudem ein Online-Marktplatz, der für Sommer 2022 geplant ist. Denn mit Artikeln von Drittanbietern will Home24 sein Sortiment erweitern und Lücken im bestehenden Angebot schließen. Nach eigenen Angaben konnte der Möbel-Spezialist bereits Handelspartner im hohen zweistelligen Bereich gewinnen, die sich als Verkäufer für den Marktplatz registriert haben.

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Über Stephan Randler 3211 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.