„Gedämpfte Verbraucherstimmung“: Bei Westwing sinkt der Umsatz ebenfalls

Im ersten Quartal 2022 hat sich nicht nur bei Zalando der Umsatz reduziert. Auch bei Home24 war das Geschäft im selben Zeitraum rückläufig, wie die entsprechenden Quartalszahlen zeigen. Es passt daher ins Bild, dass sich auch beim Shopping-Club Westwing im ersten Quartal 2022 der Umsatz reduziert hat.

Westwing Delivery Service
Auch bei Westwing sinkt der Umsatz gerade

Demnach kommt Westwing in den ersten drei Monaten des Jahres auf einen Netto-Umsatz von 111 Mio. Euro. Zum Vorjahr bedeutet das ein Minus von gleich 20 Prozent. Diese rückläufige Entwicklung begründet Westwing jetzt unter anderem mit einer „stark gedämpften Verbraucherstimmung“, die durch Inflation und makroökonomische Unsicherheit verursacht sei.

Diese Argumentation dürfte Lesern von neuhandeln.de inzwischen bekannt vorkommen. Denn mehr oder weniger ähnlich begründen momentan auch Zalando und Home24 ihre Umsatzrückgänge im ersten Quartal 2022.

Bei Westwing ist die Zahl der aktiven Kunden um sieben Prozent gesunken auf 1,6 Mio. Käufer, was der Shopping-Club mit einer „niedrigen Nachfrage im Bereich Home & Living“ begründet. Die Anzahl der Bestellungen hat sich sogar um 31 Prozent reduziert. Vor einem Jahr dagegen konnte Westwing im ersten Quartal 2021 den Umsatz noch mehr als verdoppeln auf 138 Mio. Euro. Begründet wurde das seinerzeit damit, dass Verbraucher – in der Corona-Krise – mehr Käufe ins Internet verlagert hatten.

Kostensteigerungen belasten Ergebnis

Auch bei Westwing sinkt der Umsatz jetzt also auf einem hohen Niveau. Das ist eine weitere Parallele zu Home24 und Zalando, die ebenfalls vor einem Jahr von Corona profitieren konnten und daher in den ersten drei Monaten 2021 besonders stark zugelegt hatten. Wie bei Home24 und Zalando hat sich nun auch bei Westwing das Ergebnis verschlechtert. So ist das bereinigte EBITDA jetzt von zuvor 20 Mio. Euro auf -1,7 Mio. Euro eingebrochen. Als Hintergründe nennt Westwing unter anderem anhaltende Kostensteigerungen durch Schwierigkeiten in der Lieferkette und ein allgemein hohes Inflationsniveau.

Westwing wurde 2011 gegründet und ist in elf Ländern aktiv. Im Angebot sind preisreduzierte Möbel, Accessoires und Textilien, die nur einen begrenzten Zeitraum erhältlich sind oder solange der Vorrat reicht. Einsehen können Angebote nur registrierte Mitglieder. Bei WestwingNow werden zusätzlich Bestseller angeboten, die für alle Internetnutzer öffentlich einsehbar und dauerhaft verfügbar sind.

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Über Stephan Randler 3041 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.