Zwei neue Profi-Stores: Conrad will B2B-Kunden „echten Mehrwert“ bieten

Zuletzt hatte Conrad Electronic immer wieder in Aussicht gestellt, zusätzliche Ladengeschäfte für Business-Kunden zu planen. Nun steht fest, wann und wo die nächsten B2B-Stores an den Start gehen. Denn Anfang 2023 eröffnet der Elektronik-Spezialist sowohl in Regensburg als auch in Mannheim jeweils ein stationäres Ladengeschäft, das sich an Geschäftskunden richtet wie etwa Elektriker, Service-Techniker und Monteure.

Ralf Buehler
Conrad-Chef Ralf Bühler (Bild: Conrad Electronic)

Diese Zielgruppe aus Handwerk, Instandhaltung und Reparatur soll künftig auch in den beiden neuen B2B-Stores ihren Technik-Bedarf decken. Vor Ort finden Gewerbetreibende daher auf einer Fläche von jeweils 600 Quadratmetern ein Sortiment, das auf B2B-Kunden zugeschnitten ist. Das Angebot umfasst unter anderem Werkzeug, IT-Ausstattung sowie Mess- und Gebäudetechnik.

„Wir glauben, dass Profi-Stores den Geschäftskunden echten Mehrwert bringen können“, argumentiert Ralf Bühler (siehe Foto), der seit Anfang 2021 als Chief Executive Officer (CEO) bei Conrad Electronic in der Verantwortung steht.

Erster B2B-Shop vor zwei Jahren eröffnet

Denn ihm zufolge sei der stationäre Handel gerade für B2B-Kunden sinnvoll. Diese Zielgruppe könne in Geschäften schließlich Produkte direkt kaufen, wenn diese sofort benötigt werden. Dazu bieten die B2B-Stores laut Conrad-Chef Bühler für Geschäftskunden auch Möglichkeiten, um neue Technik direkt vor Ort auszuprobieren und sich in einem Geschäft beraten zu lassen. Nach so einem B2B-Muster konzipiert ist bereits ein B2B-Store in Hürth bei Köln, den Conrad im Sommer 2020 eröffnet hat. Mit den zwei neuen B2B-Stores kommt der Elektronik-Spezialist nun auf drei Geschäfte, die sich an Geschäftskunden richten.

Conrad Profistore
Conrad Electronic will vor Ort bei Geschäftskunden punkten (Bild: Conrad Electronic)

Hintergrund dieser Strategie ist, dass sich Conrad Electronic bereits seit einigen Jahren verstärkt auf B2B-Kunden konzentriert. Passend dazu stehen jetzt fast alle Conrad-Filialen in Deutschland vor dem Aus, die auch Privatkunden offen stehen. Aktuell gibt es noch neun solcher Stores, die Conrad aber nicht mehr im bisherigen Format und der bisherigen Zahl betreiben will. Das begründet Conrad damit, dass gerade Privatverbraucher ihren Bedarf weniger im stationären Handel decken und vermehrt online einkaufen.

Von den neun Läden im alten Format wird nur die Filiale in Wernberg-Köblitz weiter betrieben, die sich in der Nähe der Conrad-Zentrale befindet. Alle anderen Standorte werden nach Angaben von Conrad dieses Jahr geschlossen. Vor dem Aus stehen damit die Filialen in Berlin-Kreuzberg, Bremen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Mannheim, München und Regensburg. Hier und in Mannheim werden nach eigenen Angaben die bestehenden Geschäfte geschlossen und dann als B2B-Stores neu eröffnet. In Regensburg zieht Conrad dazu vom 1. Stock ins Erdgeschoss – in Mannheim wird der bestehende Store umgestaltet.

Im B2B-Store in Hürth kann jeder Geschäftskunde kaufen, der als solcher bei Conrad registriert ist. Viele von ihnen haben bereits eine Conrad Businesskarte, die es in einer kostenlosen und in einer kostenpflichtigen Variante gibt. Alternativ können sich Geschäftskunden vor Ort auch mit ihrem Gewerbeschein legitimieren.

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Über Stephan Randler 3203 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.