Shopping-Clubs: „Zalando Lounge“ rüstet sich für weiteres Wachstum

Der Mode-Versender Zalando nimmt das nächste Logistikzentrum in Betrieb. Dieses Mal investieren die Berliner aber nicht in ihr Kerngeschäft, sondern in ihren Shopping-Club „Zalando Lounge„. Über diesen Online-Ableger werden seit April 2010 wechselnde Verkaufsaktionen gefahren, bei denen Verbraucher rabattierte Markenware mit Ersparnissen von bis zu 75 Prozent gegenüber dem UVP ergattern können.

Zalando Lounge Logistik
Der neue Standort für den Club (Bild: Zalando)

Weil das Club-Geschäft in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist, plant Zalando nun ein neues Logistikzentrum. Dieses soll 130.000 Quadratmeter Fläche bieten und im polnischen Olsztynek an den Start gehen (nördlich von Warschau). Hier soll es mittelfristig 500 Arbeitsplätze geben, wobei das Lager selbst von einem Dienstleister betrieben wird und nicht von Zalando selbst.

Nach Olsztynek zieht es Zalando, weil der Fashion-Versender schon in der Nähe zwei Logistikzentren in Polen nutzt (bei Szczecin und bei Łódź). So will man Synergien nutzen und die bisher in Polen gesammelten Erfahrungen.

Aktuell nutzt Zalando in Europa insgesamt acht Logistikzentren in fünf Ländern. Hierzulande setzt man auf Standorte in Brieselang (Start: 2011), Erfurt (2012) und Mönchengladbach (2013) sowie ein weiteres Logistikzentrum im südbadischen Lahr (2016). Seit anderthalb Jahren gibt es zudem ein Versandlager in Stradella (Italien) mit 20.000 Quadratmetern Fläche, wo ein Teilsortiment für Kunden aus Italien bevorratet wird. Dazu kommen ein Versandlager in Polen sowie ein Versandzentrum in Frankreich bei Paris und ein Logistikzentrum bei Stockholm, die beide ebenfalls von Partnern betrieben werden. Zwei zusätzliche Standorte in Norditalien und Zentralpolen wurden zudem bereits Ende 2017 angekündigt.

Über die „Zalando Lounge“ können registrierte Mitglieder bei Sonderangeboten zuschlagen. Verkäufe sind zeitlich limitiert und dauern maximal drei Tage oder solange der Vorrat reicht. Erst wenn Kunden bestellt haben, wird die Ware bei den Lieferanten bestellt. Danach werden Artikel im Logistikzentrum überprüft, bevor sie an die Kunden gehen. Deshalb kann die Lieferzeit bis zu 30 Tage betragen. Nach dem Start-Erfolg in Deutschland folgte eine Expansion ins Ausland, wo Kunden die „Zalando Lounge“ in 13 Ländern nutzen können. Zuletzt expandierte Zalando mit seinem Shopping-Club nach Polen.

 

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Über Stephan Randler 2152 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr