Second-Hand-Mode: Zalando erweitert sein Angebot an gebrauchter Kleidung

Seit Herbst 2020 finden Kunden im Online-Shop Zalando.de neben dem gewohnten Fashion-Angebot zusätzlich auch erstmals ein Sortiment an Second-Hand-Mode. Angeboten wird gebrauchte Fashion seitdem aber nicht nur im deutschen Zalando-Shop, sondern auch Verbrauchern in Spanien, Belgien, Frankreich, Holland und Polen. Scheinbar mit Erfolg. Denn das Second-Hand-Angebot wird ausgebaut.

Zalando Wardrobe
Zalando verkauft auch alte Mode (Bild: Zalando)

Gebrauchte Bekleidung bietet Zalando nämlich jetzt erstmals auch Kunden in Schweden und Dänemark an – wenn auch zunächst ein wenig anders als es jetzt in Deutschland der Fall ist. Denn hier finden Verbraucher die Second-Hand-Mode unter der Rubrik „Pre-Owned“ ja im klassischen Zalando-Shop.

So wird es momentan auch in den weiteren fünf Ländern gehandhabt, in denen Zalando bereits Second-Hand-Mode verkauft. In Dänemark sowie in Schweden dagegen verkauft Zalando die gebrauchten Textilien in einem eigenständigen Sub-Shop, der den Namen „Zalando Zircle“ trägt.

Dieser ist ausschließlich auf den Online-Handel mit Second-Hand-Mode zugeschnitten. Im Angebot sind gebrauchte Textilien, die direkt von Zalando angeboten werden. Die Ware stammt dabei von anderen Zalando-Kunden, von denen Zalando die getragenen Textilien ankauft. Dabei wird die Second-Hand-Mode kostenlos an Zalando geschickt und anschließend von den Berlinern geprüft und aufbereitet. Für die eingeschickten Artikel gibt es einen Gutschein für den Zalando-Shop für die Verbraucher, die Ware eingeschickt haben. Andere Kunden können die Second-Hand-Mode dann bei „Zalando Zircle“ kaufen.

Second-Hand-Strategie erinnert an deutsche Vorgehensweise

Dieses Verfahren hat Zalando so bereits in Deutschland erprobt. Denn bevor der klassische Online-Shop im vergangenen Herbst um die weitere Kategorie „Pre-Owned“ erweitert wurde, konnten Nutzer ebenfalls schon über „Zalando Zircle“ gebrauchte Textilien kaufen und verkaufen. Es spricht daher viel dafür, dass Zalando auch bald seine Online-Shops in Dänemark und Schweden um die neue Kategorie „Pre-Owned“ erweitern wird. Generell startet Zalando den Verkauf von Second-Hand-Mode in diesen beiden Ländern, weil nach einer eigenen Untersuchung die Hälfte der schwedischen und dänischen Kunden von Zalando in den nächsten sechs Monaten den Kauf gebrauchter Mode in Erwägung zieht.

Den Zircle-Shop gibt es in Dänemark und in Schweden sowie nach wie vor in allen sechs Märkten, in denen Zalando auch schon gebrauchte Mode in seinem klassischen Online-Shop anbietet. Hierzulande können Nutzer über die Zircle-App zudem gebrauchte Mode selbst anbieten, anstatt sie an Zalando zu verkaufen. Dazu lässt sich Second-Hand-Mode bei anderen Nutzern kaufen, wie man es von Online-Marktplätzen wie eBay Kleinanzeigen kennt. Generell werden die Zircle-Shops parallel zum klassischen Online-Angebot betrieben, um Kunden hier gezielt anzusprechen, die nur gebrauchte Textilien suchen.

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Über Stephan Randler 2771 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.