Multichannel 2.0: Karstadt beteiligt Filialen am E-Commerce

Bei der Karstadt Warenhaus GmbH entwickeln sich die Online-Umsätze nach eigenen Angaben „noch nicht zufriedenstellend„. Um künftig im Web mehr umzusetzen, hat sich der Multichannel-Händler ein neues Incentive-Modell für seine Mitarbeiter ausgedacht:

„Seit dem 1. April wird der Umsatz für eine Online-Bestellung der Filiale zugeordnet, wenn ein Kunde in einer Filiale online bestellt, der Artikel aus dem Lager der Filiale geliefert oder per Click and Collect in der Filiale abgeholt wird. Später sollen die Umsätze einzelnen Abteilungen zugerechnet und final sogar einzelne Mitarbeiter für ihren Beitrag zum Omnichannel-Erfolg honoriert werden.“

Weitere Details verrät Karstadt auch auf Nachfrage von neuhandeln.de nicht. Fest steht aber, dass Karstadt mit dem neuen Ansatz die Motivation der Mitarbeiter erhöhen will, sich für das Online-Geschäft des Multichannel-Händlers stark zu machen.

Aus diesem Grund trägt auch der auf Acessoires und Möbel spezialisierte Multichannel-Händler Butlers jedes Jahr intern einen E-Commerce-Wettbewerb aus. So gibt es einen Pokal für diejenige Filiale, die am meisten Umsatz online generieren konnte. Auf diese Weise sollen Mitarbeiter in den Filialen das Online-Geschäft als sinnvolle Ergänzung wahrnehmen und eben nicht als eine Bedrohung für das stationäre Geschäft empfinden.

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Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr