Mit Metro, aber neuer Zustell-Strategie: Online-Supermarkt Getnow kehrt zurück

Nach der Übernahme durch einen neuen Investor ist der deutsche Online-Supermarkt Getnow seit kurzem wieder online. Prinzipiell können daher Verbraucher jetzt bundesweit Lebensmittel bestellen beim Food-Shop – wobei frische und gekühlte Produkte allerdings erst eingeschränkt erhältlich sind.

Getnow.com
Getnow.com ist wieder da (Bild: Screenshot)

Denn was sich bestellen lässt, hängt davon ab, wo sich der Kunde befindet. So können Kunden im Großraum Düsseldorf bereits neben Konserven, Nudeln und Getränken auch schon frische Wurst und Käse bei Getnow einkaufen.

Denn in der Rhein-Metropole betreibt der Online-Supermarkt einen eigenen Standort, um hier die Lebensmittel den Kunden nach Hause zu bringen. Wer dagegen zum Beispiel in der Nähe von Stuttgart wohnt, kann momentan nur haltbare Lebensmittel bei Getnow bestellen. Diese werden dann über den klassischen Paketversand mit DHL den Kunden zugestellt.

Sowohl beim Paketversand als auch bei der Zustellung in Düsseldorf kauft Getnow die Lebensmittel bei der Metro ein, um sie anschließend den Kunden auszuliefern. Diese Vorgehensweise hatte der Online-Supermarkt auch schon vor dem Insolvenzantrag im vergangenen Herbst verfolgt. Damals hatte das Food-Startup auch Standorte in Berlin, München, Essen, Frankfurt und Hannover, wo die Bestellungen von jeweils zehn bis 15 Angestellten kommissioniert wurden. Diese alten Standorte will Getnow nach dem Neustart mit dem neuen Investor ebenfalls wieder aufschalten – und zwar „so bald wie möglich“.

Getnow setzt auf eigene Fahrer bei der Zustellung

Neben der Zustellung an diesen Standorten hatte Getnow bereits im vergangenen Jahr alternativ auch angeboten, dass Verbraucher bundesweit haltbare Lebensmittel per DHL Paket bestellen können. An den eigenen Standorten wurden zwar auch schon im Vorjahr frische Waren zugestellt, dabei hatte der Online-Supermarkt aber ebenfalls auf externe Transport-Unternehmen gesetzt. Das ändert sich nun.

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So setzt Getnow bei der Zustellung in Düsseldorf bereits jetzt auf eigene Fahrer. Aktuell sind zwar die Fahrzeuge noch nicht gebrandet. Diese sind aber schon bestellt und werden vermutlich in diesem April eintreffen. Durch die Zustellung mit eigenen Fahrern und Lieferfahrzeugen will der Online-Supermarkt nach eigenen Angaben künftig seine Lieferqualität verbessern und die Kundenzufriedenheit steigern.

Zum 01. Januar 2021 hat die LIS GmbH den Online-Supermarkt übernommen, um diesen fortzuführen und weiterzuentwickeln. Denn im Oktober 2020 wurde ein Insolvenzantrag gestellt, weil zuvor eine Finanzierungsrunde scheiterte. Die Umsätze reichten nicht, um Kosten und Investitionen zu decken.

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Über Stephan Randler 2822 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.