„Marktanteil ausbauen“: Witt-Gruppe expandiert in die Slowakei

Die Witt-Gruppe erschließt sich den nächsten Ländermarkt. So expandiert die Otto-Tochter bereits in wenigen Wochen in die Slowakei, wo der Konzern anschließend über seine Marke „Witt International“ verkaufen will. Damit investiere die Gruppe „überproportional in Wachstum und Transformation“, die seit dem Frühjahr 2017 innerhalb des Otto-Konzerns als ein so genanntes „Fokus-Unternehmen“ gilt.

Wolfgang Jess
Wolfgang Jess (Bild: Witt-Gruppe)

Diese sollen durch Investitionen überproportional zum Markt wachsen, wie der Otto-Konzern vor zwei Jahren angekündigt hat. Im Konzernverbund ist dabei wiederum die Witt-Gruppe interessant, weil sich diese Otto-Tochter auf Best Ager konzentriert – eine Kundengruppe, die ja prinzipiell zunimmt.

„Wir wollen unseren Marktanteil in der Zielgruppe 50plus ausbauen“, argumentiert daher auch stellvertretend Wolfgang Jess, Vorsitzender der Geschäftsführung der Witt-Gruppe (siehe Foto links). „Wir gehen beim Thema Internationalisierung konsequent den nächsten Schritt.“

Auch Kunden in der Slowakei bedient die Gruppe künftig über ihren Firmensitz in Weiden in der Oberpfalz, wo die Otto-Tochter derzeit erneut ihre Logistik-Kapazitäten ausbaut. Denn die Witt-Gruppe erschließt sich nicht nur neue Vertriebskanäle, wie der geplante Marktstart in der Slowakei zeigt. Die Gruppe vergrößert auch ihr Sortiment, wodurch immer mehr Artikel bevorratet werden.

Zuletzt war die Otto-Tochter im Herbst 2016 mit der Versendermarke „Création L“ bereits in die USA expandiert, die derzeit generell in elf Ländern mit acht Marken aktiv ist. Zu diesen gehören neben „Création L“ und „Witt International“ unter anderem auch noch „Moda Vilona“ und „Your Look for less“.

In Deutschland bekannt ist wohl vor allem die Kernmarke „Witt Weiden“, über die sowohl mit einem Online-Shop als auch über gedruckte Kataloge und mit stationären Geschäften verkauft wird. Bei allen Händler-Marken setzt die Witt-Gruppe beim Sortiment dabei fast ausschließlich auf Eigenmarken.

Im Fokus steht dabei der Handel mit Textilien, über den die Otto-Tochter im vergangenen Geschäftsjahr 2018/2019 (Ende: 28. Februar) einen Netto-Umsatz von 816 Mio. Euro erzielen konnte. Damit liegen die Umsätze nach eigenen Angaben „trotz schwierigem Umfeld“ allerdings nur „annähernd auf Vorjahres-Niveau“. So hätten unter anderem sommerliche Temperaturen bis Ende Oktober dazu geführt, dass Jacken und Mäntel kaum gekauft wurden. „Der Anlauf 2019 dagegen ist erfreulich und stützt die These, dass es 2018/2019 ungewöhnliche Markteffekte wegen dem Wetter gegeben hat“, argumentiert Jess.

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Über Stephan Randler 2149 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr