Konzernbilanz von Otto: So läuft es bei myToys, Limango und der Witt-Gruppe

Auf neuhandeln.de hatte ich ja bereits im Detail darüber berichtet, dass sowohl der Otto-Versand das vergangene Geschäftsjahr 2019/20 (Ende: 29. Februar) mit einem deutlichen Umsatzplus abschließen konnte als auch die Bonprix-Gruppe in diesem Zeitraum erneut wachsen konnte. In dieser Woche hat nun auch der übergeordnete Otto-Konzern seine Bilanz für das vergangene Geschäftsjahr vorgelegt – und dabei verraten, wie sich das Geschäft der Konzern-Töchter myToys, Limango und Witt entwickelt.

Otto Group
Die Otto-Gruppe wächst (Bild: Otto)

Demnach steht für die Witt-Gruppe jetzt ein Netto-Umsatz von 856 Mio. Euro in den Büchern, was einem Wachstum von rund fünf Prozent entspricht. Im Jahr zuvor hatte das Geschäft noch stagniert, jetzt konnte die Otto-Tochter unter anderem von ihrem Markteintritt in der Slowakei profitieren.

Nach eigenen Angaben haben alle acht Vertriebsmarken der Witt-Gruppe ein Umsatzplus verzeichnet (u.a. Witt Weiden, Sieh an!, Creation L). Das Ergebnis beziffert man nicht, laut dem Konzern-Geschäftsbericht der Otto-Gruppe habe die Witt-Gruppe aber „operativ deutlich positive Ergebnisse“ erreicht.

Gleich um 8,2 Prozent auf 720 Mio. Euro netto ist der Umsatz bei der myToys-Gruppe gestiegen, die über verschiedene Online-Shops die Sortimente Spielwaren (myToys.de), Schuhe (Mirapodo) und Möbel (Yomonda) verkauft. Zur Gruppe gehört auch der Shopping-Club Limango, der sich an junge Familien richtet. Hier sind die Netto-Umsätze um rund 20 Prozent auf 272 Mio. Euro gestiegen, die im Gesamtumsatz von 720 Mio. Euro der Gruppe enthalten sind. Wie das Wachstum genau erreicht wurde, hat man bislang nicht verraten. Das Ergebnis des Otto-Konzerns habe myToys „noch leicht belastet“.

Trotz Corona-Krise: Konzern-Umsatz bleibt zunächst stabil

Der Otto-Konzern ist mit seinen drei Sparten Multichannel-Einzelhandel, Service (u.a. Paket-Zusteller Hermes) und Finanz-Dienstleistungen aktuell in 30 Ländern aktiv. Über alle Geschäftsfelder wurde im vergangenen Geschäftsjahr 2019/20 ein Netto-Umsatz von 14,3 Mrd. Euro erzielt (+4,8 Prozent), das EBIT erhöhte sich von zuvor 222 auf 432 Mio. Euro. Damit habe der Konzern nach eigenen Angaben seine selbstgesteckten Ziele bei Umsatz und Ertrag übertroffen – im letzten Geschäftsjahr vor Corona.

Im laufenden Geschäftsjahr 2020/21 dagegen spürt auch der Otto-Konzern die Corona-Krise. So hat der Lockdown auch das Stationärgeschäft der Gruppe betroffen, zu dem Filialen von Vertriebsmarken wie Witt Weiden oder Manufactum gehören. Dennoch habe man im Konzern den Umsatz in den Monaten März und April 2020 auf dem Niveau des Vorjahres halten können – auch weil etwa bei Otto plötzlich Sortimente wie Haushaltsgeräte, Elektronik oder Möbel von Verbrauchern stark nachgefragt wurden.

neuhandeln.de PS: Verpassen Sie nicht mehr, was den Online- und Multichannel-Handel bewegt! Unser kostenloser Info-Dienst liefert Ihnen jede Woche alle neuen Beiträge am Freitag Abend per E-Mail in Ihr Postfach. Aktuell. Bequem. Zuverlässig. Dazu gibt es nur für Abonnenten unseres Newsletters regelmäßig Goodies wie Verlosungen von Tickets oder Rabatt-Codes für Veranstaltungen.

Über 4.563 Kollegen aus dem Online- und Multichannel-Handel sichern sich so schon ihren Wissensvorsprung. Jetzt gleich anmelden:

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung. Die Einwilligung lässt sich jederzeit widerrufen. *Pflichtfeld

Über Stephan Randler 2653 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.