Boom im E-Commerce: Ikea Deutschland verdoppelt seinen Online-Umsatz

Ikea befindet sich in Deutschland online weiter auf Erfolgskurs. Denn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/21 (Ende: 31. August) konnten die Schweden hierzulande über ihren Online-Handel einen Netto-Umsatz von gleich 1,75 Mrd. Euro erzielen. Damit haben sich die Umsätze im E-Commerce im Vergleich zum Vorjahr jetzt mehr als verdoppelt (Wachstum: +102,9 Prozent). Und das auf einem hohen Niveau.

Ikea Pop-up-Store
Ikea wächst online (Bild: Dirk Hasskarl Fotografie)

Denn bereits ein Jahr zuvor konnte Ikea in Deutschland seinen Online-Umsatz ja deutlich erhöhen. Zur Erinnerung: Damals gab es auch schon ein Plus von 74,3 Prozent auf einen Netto-Umsatz von 861 Mio. Euro, das damit deutlich über dem Zuwachs aus dem Vorjahr lag (2018/19: +33,2 Prozent).

Doch mit einem Plus von über 100 Prozent hat Ikea Deutschland jetzt das starke Online-Wachstum aus den Vorjahren noch einmal deutlich getoppt. Für die hohe Dynamik im E-Commerce gibt es letztlich zwei Gründe, die bereits vor einem Jahr das Online-Geschäft von Ikea Deutschland befeuert hatten.

Denn vor einem Jahr musste auch Ikea im Frühjahr 2020 seine Filialen in Deutschland schließen. Wer daher Möbel oder Accessoires bei den Schweden kaufen wollte, musste gezwungenermaßen online bestellen. Parallel dazu war der Online-Umsatz bei Ikea „sprunghaft“ angestiegen. Wegen der Corona-Krise hatten Verbraucher zudem generell mehr in ihr eigenes Zuhause investiert. Schließlich hatten Verbraucher mehr Zeit in ihren eigenen vier Wänden verbracht, als viele Freizeit-Aktivitäten wegen Kontaktbeschränkungen und Lockdown in Deutschland nicht oder nur eingeschränkt möglich waren.

Gesamtumsatz von Ikea Deutschland geht zurück

Diese Entwicklungen haben sich im kürzlich abgelaufenen Geschäftsjahr 2020/21 fortgesetzt. Denn Corona hat auch diese Berichtsperiode geprägt. So musste Ikea hierzulande über fünf Monate seine Einrichtungshäuser schließen. Zeitgleich hatten Kunden aber weiter viel Interesse an Produkten rund um Home & Living, um es sich in der Krise zu Hause gemütlich zu machen. Um von diesem Trend zu profitieren, wurde das Online-Angebot an Planungsservices und Beratungsleistungen ausgebaut.

So hatte Ikea zum Beispiel damit begonnen, Kunden auf Wunsch erstmals auch am Telefon oder über Live-Videochats zu beraten. In den geschlossenen Möbelhäusern wurden zudem Online-Bestellungen kommissioniert, um die hohe Online-Nachfrage zu bedienen. „Die Erfahrungen aus dem Vorjahr haben uns sehr geholfen, unser Geschäft trotz Lockdown erfolgreich weiterzubetreiben“, verdeutlicht Dennis Balslev, Geschäftsführer von Ikea Deutschland. Dennoch sorgt Corona nicht nur für positive Impulse.

Denn der Gesamtumsatz von Ikea Deutschland ist zum Vorjahr leicht gesunken. So steht ein Netto-Umsatz von 5,3 Mrd. Euro in den Büchern für das Geschäftsjahr 2020/21. Das entspricht einem Minus von 3,2 Prozent zum Vorjahr. Hintergrund ist, dass wegen des erneuten Lockdowns in diesem Frühjahr die Geschäfte geschlossen waren. Viel hat Ikea dann zwar über den Online-Handel aufgefangen. Ganz kompensieren konnte der E-Commerce die rückläufigen Umsätze im stationären Handel aber nicht.

Ikea betreibt in Deutschland aktuell 54 Einrichtungshäuser. Hier ist die Zahl der Besucher wegen der Corona-Pandemie um 35,4 Prozent eingebrochen auf 53,2 Mio. Menschen im Geschäftsjahr 2020/21. Die Bundesrepublik ist für den schwedischen Möbel-Riesen aber weiterhin der größte Absatzmarkt.

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Über Stephan Randler 3069 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.