„Starke Botschaft an den Wettbewerb“: Fressnapf steigert Online-Umsatz stark

Die Fressnapf-Gruppe kann wieder einmal auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Denn für das vergangene Jahr 2021 steht ein Brutto-Umsatz von 3,17 Mrd. Euro in den Büchern, der über alle Vertriebskanäle und Ländermärkte erwirtschaftet wurde. Das entspricht einem satten Plus von 19,8 Prozent zum Vorjahr. Der Spezialist für Tierbedarf konnte aber nicht nur erneut zweistellig zulegen, sondern auch noch das Wachstum aus dem vorletzten Geschäftsjahr toppen (2020: 15,2 Prozent).

Torsten Toeller
Torsten Toeller (Bild: Yvonne Ploenes)

Zweistellige Zuwächse gab es in allen elf Ländern, in denen die Fressnapf-Gruppe in Europa vertreten ist. Das gilt für das Geschäft im stationären Einzelhandel als auch für den E-Commerce. Hier konnte der Spezialist für Tierbedarf im Jahresvergleich sogar um 54 Prozent zulegen und seinen europaweiten Online-Umsatz im Jahr 2021 auf 245 Mio. Euro erhöhen.

„Das ist ohne Frage eine starke Botschaft an den Wettbewerb“, freut sich Fressnapf-Gründer Torsten Toeller. „Wir wollen weiter beschleunigen im E-Commerce und auf Augenhöhe so exzellent sein wie gute Pure Player.“

Bereits vor einem Jahr hatte sich der Online-Umsatz um 45 Prozent auf 160 Mio. Euro brutto erhöht. Dass nun das Geschäft sogar noch stärker angezogen hat, liegt auch an der weiteren Expansion. Im vergangenen Jahr wurde der Online-Shop schließlich zusätzlich in Italien und Belgien an den Start gebracht. Dadurch ist die Fressnapf-Gruppe jetzt in allen elf Ländermärkten im E-Commerce aktiv.

Mehr Haushalte mit Tieren in Europa seit Corona

Mit einem Plus von 54 Prozent habe die Gruppe beim Online-Handel zum „wiederholten Male“ ihre „ambitionierten Wachstumspläne“ übertroffen. Beim stationären Einzelhandel konnte die Fressnapf-Gruppe unter anderem davon profitieren, dass europaweit 120 neue Märkte eröffnet wurden. Doch auch flächenbereinigt ist der Umsatz vor Ort zweistellig gestiegen um 14,4 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro.

Die Fressnapf-Gruppe konnte nämlich generell davon profitieren, dass die Zahl der Haushalte mit Tieren gestiegen ist. Seit der Corona-Pandemie gebe es aber nicht nur prinzipiell mehr Tierhalter, sondern auch deutlich mehr Haustiere. Das lässt sich unter anderem dadurch erklären, dass viele Verbraucher seit Corona mehr Zeit zu Hause verbringen und es hier schön haben wollen. Und wer zudem im Home-Office arbeitet, hat auf einmal Zeit für ein Haustier. „Menschen haben sich Tiere zugelegt, verbringen mehr Zeit mit diesen und pflegen eine engere Beziehung“, beobachtet Toeller.

Fressnapf Online-Umsatz
Bei der Fressnapf-Gruppe steigen die Online-Umsätze stark (eigene Brutto-Angaben in Mio. Euro)

Die Fressnapf-Gruppe wurde im Jahr 1990 gegründet und betreibt aktuell rund 1.800 stationäre Märkte in elf Ländern in Europa. Hierzulande ist man mit der Vertriebsmarke Fressnapf aktiv, im Ausland mit der Zweitmarke Maxi Zoo. Unterschiede gibt es auch bei der Organisation. Die internationalen Märkte werden in einem Filialsystem betrieben, während man hierzulande auf ein Franchise-Konzept setzt. Am E-Commerce-Geschäft des deutschen Online-Shops werden die stationären Franchise-Partner beteiligt.

Vom Gesamtumsatz wurden rund 1,8 Mrd. Euro in Deutschland erzielt, was einem Wachstum von 15,4 Prozent entspricht. International konnte die Gruppe um 26 Prozent auf fast 1,4 Mrd. Euro zulegen. Das liegt auch mit daran, dass Wettbewerber in Dänemark und Irland akquiriert und integriert wurden.

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Über Stephan Randler 3148 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.