„Spüren weiterhin Rückenwind“: Bei der Fressnapf-Gruppe brummt das Geschäft

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Die Fressnapf-Gruppe konnte von Anfang Januar bis Ende Juni 2021 einen Brutto-Umsatz von 1,48 Mrd. Euro erzielen. Damit steht jetzt nicht nur ein deutlich zweistelliges Wachstum von gleich 21,2 Prozent in den Büchern. Der Spezialist für Tierbedarf freut sich zudem über einen Rekord-Umsatz in einem ersten Halbjahr eines Geschäftsjahres. Kein Zufall. Denn verschiedene Faktoren haben das Geschäft befeuert.

Torsten Toeller
Torsten Toeller (Bild: Yvonne Ploenes)

Ein wesentlicher Grund ist demnach, dass die Zahl der Haushalte mit Tieren gestiegen ist. Allein in Deutschland gab es zum Beispiel nach Marktstudien im vergangenen Jahr rund 34,9 Mio. Hunde, Katzen, Kleinsäuger und Ziervögel in deutschen Haushalten – ein Plus von knapp einer Million zum Vorjahr.

„Wir spüren weiterhin einen gewissen Rückenwind, der sich seit Beginn der Lockdown-Phasen angedeutet hat“, verdeutlicht Fressnapf-Gründer Torsten Toeller (siehe Foto). „Die Menschen haben sich Tiere zugelegt, verbringen mehr Zeit mit diesen und pflegen eine engere und innigere Beziehung.“

Wachsen konnte die Gruppe aber auch, weil die Zahl der Stores gestiegen ist. So wurden im laufenden Geschäftsjahr bereits 88 zusätzliche Märkte eröffnet. Allein 36 Standorte davon sind zum Jahreswechsel durch die Übernahme eines Wettbewerbes in Dänemark dazu gekommen. Flächenbereinigt fällt daher das Wachstum bei Fressnapf mit einem Plus von knapp 19 Prozent auch ein klein wenig schwächer aus.

Online-Handel wächst noch stärker als der Gesamtumsatz

Sehr stark zugelegt hat wiederum das Online-Geschäft. Hier ist der Brutto-Umsatz im ersten Halbjahr 2021 sogar um knapp 64 Prozent gestiegen. Das liegt auch daran, dass Fressnapf seinen Online-Shop in diesem Jahr zusätzlich in Italien und Belgien an den Start gebracht hat. Dadurch konnten auch diese Länder nun erstmals in einem ersten Halbjahr eines Geschäftsjahres zum Online-Geschäft beitragen. Durch die Übernahme von PetWorld in Dänemark hat sich Fressnapf neben Stores auch den Online-Shop des Wettbewerbers gesichert, der demnächst mit der Fressnapf-Marke Maxi Zoo vereint wird.

Die Fressnapf-Gruppe wurde im Jahr 1990 gegründet und betreibt aktuell rund 1.700 stationäre Märkte in elf Ländern in Europa. Hierzulande ist man mit der Vertriebsmarke Fressnapf aktiv, im Ausland mit der Zweitmarke Maxi Zoo. Unterschiede gibt es auch bei der Organisation. Die internationalen Märkte werden in einem Filialsystem betrieben, während man hierzulande auf ein Franchise-Konzept setzt. Am E-Commerce-Geschäft des deutschen Online-Shops werden die stationären Franchise-Partner beteiligt.

Von den 1,48 Mrd. Euro Brutto-Umsatz im ersten Halbjahr 2021 wurden 857 Mio. Euro in Deutschland erzielt, die übrigen 624 Mio. Euro im Ausland. Das gesamte vergangene Geschäftsjahr 2020 konnte die Fressnapf-Gruppe mit einem Brutto-Umsatz von rund 2,65 Mrd. Euro abschließen. Bereits das hatte einem deutlich zweistelligen Plus von 15,2 Prozent entsprochen – und zudem einem spürbar stärkeren Wachstum als im Geschäftsjahr 2019. Damals hatte sich der Brutto-Umsatz nur um 9,7 Prozent erhöht.

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Über Stephan Randler 2887 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.