Fressnapf im Corona-Jahr: Mehr Umsatz, mehr Wachstum, mehr E-Commerce

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Das vergangene Geschäftsjahr konnte die Fressnapf-Gruppe mit einem satten Umsatz-Plus beenden. Denn in den Büchern steht für das Jahr 2020 ein Brutto-Umsatz von rund 2,65 Mrd. Euro, der über alle Vertriebskanäle und Länder in Europa eingefahren wurde. Das entspricht einem deutlich zweistelligen Plus von gleich 15,2 Prozent – und einem spürbar stärkeren Wachstum als noch im Geschäftsjahr 2019.

Torsten Toeller
Torsten Toeller (Bild: Yvonne Ploenes)

Denn ein Jahr zuvor hatte sich der Gesamtumsatz erst um 9,7 Prozent auf damals 2,3 Mrd. Euro brutto erhöht. Im Vergleich dazu hat das Wachstum also im Jahr 2020 deutlich angezogen. „Wir verzeichnen stationär und online das größte absolute Umsatzwachstum der Unternehmensgeschichte“, freut sich stellvertretend Fressnapf-Gründer Torsten Toeller (siehe Foto links).

Absolut zulegen konnte Fressnapf im vergangenen Jahr um 351 Mio. Euro. Das hat mehrere Gründe. So gab es zu Beginn der Corona-Krise im Frühjahr 2020 zunächst einen Trend hin zu Vorratskäufen bei Fressnapf-Kunden.

So hatten diese verstärkt Nass- und Trockenfutter für Hund und Katze auf Vorrat gekauft, damit in der Corona-Krise ihren Haustieren nicht das Essen ausgeht. Zoo-Fachgeschäfte blieben dann aber doch im Lockdown geöffnet, als andere Einzelhändler ihre Geschäfte schließen mussten. So wurden Anbieter von Tierbedarf als systemrelevant eingestuft, damit Tierhalter weiterhin ihre Tiere versorgen konnten.

Corona-Pandemie stärkt Mensch-Tier-Beziehung

Vorratskäufe haben daher im Jahresverlauf abgenommen. Verbraucher haben dafür mehr für Nonfood-Artikel wie Spielzeuge, Leinen oder Geschirr ausgegeben, um sich damit die Zeit mit ihren Haustieren zu verschönern. Generell habe die Corona-Pandemie die Mensch-Tier-Beziehung gestärkt. Das lässt sich leicht nachvollziehen. Wenn schließlich fast alles geschlossen ist und im Home-Office zudem noch die Kollegen aus dem Büro fehlen, wird das eigene Haustier erst Recht zu einem wichtigen Lebenspartner.

Wachsen konnte die Fressnapf-Gruppe in Europa aber auch, weil sich die Zahl der Märkte um knapp 50 Geschäfte erhöht hat. Auf bestehender Fläche fällt das Wachstum mit 13,2 Prozent deshalb ein wenig geringer aus. Gleich um 45 Prozent erhöht hat sich dafür der europaweite Online-Umsatz auf 160 Mio. Euro brutto. Ein Grund ist, dass der Online-Shop im vergangenen Jahr in Frankreich gestartet wurde. Denn zuvor konnte man erst bestellen in der DACH-Region sowie in Luxemburg, Dänemark und Polen.

Fressnapf Umsatz
Bei der Fressnapf-Gruppe steigen die Online-Umsätze stark (eigene Brutto-Angaben in Mio. Euro)

Die Fressnapf-Gruppe wurde im Jahr 1990 gegründet und betreibt aktuell rund 1.700 stationäre Märkte in elf Ländern in Europa. Hierzulande ist man mit der Vertriebsmarke Fressnapf aktiv, im Ausland mit der Zweitmarke Maxi Zoo. Unterschiede gibt es auch bei der Organisation. Die internationalen Märkte werden in einem Filialsystem betrieben, während man hierzulande auf ein Franchise-Konzept setzt. Am E-Commerce-Geschäft des deutschen Online-Shops werden die stationären Franchise-Partner beteiligt.

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Über Stephan Randler 2771 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.