Finanzen der Woche: Zooplus, Amazon, Next, HSN, N Brown

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+++ Die Zooplus AG hat im ersten Quartal 2014 ihre Gesamtleistung um 30 Prozent auf 126,1 Mio. Euro gesteigert. Diese Gesamtleistung besteht aus Umsatzerlösen plus sonstigen Erträgen wie Einnahmen aus Online-Werbung. Die Umsatzerlöse sind zum Vorjahr um 30 Prozent auf 120,6 Mio. Euro gestiegen, die sonstigen Erträge haben sich um 31 Prozent auf 5,5 Mio. Euro erhöht. Zahlen zum Ergebnis gibt es erst am 20. Mai 2014, wenn der vollständige Quartalsbericht der Zooplus AG veröffentlicht wird. +++

+++ In den ersten 13 Wochen des jungen Geschäftsjahres 2014/2015 (Stichtag: 31. Januar) ist der Umsatz des britischen Handelskonzerns Next zum Vorjahr um 10,8 Prozent gestiegen. Bei der Versandsparte („Next Directory“) gab es ein Plus von 13,7 Prozent, beim stationären Einzelhandel („Next Retail“) einen Zuwachs von 8,8 Prozent. Für das gesamte Geschäftsjahr rechnen die Briten dennoch nur mit einem vergleichsweise moderaten Umsatzplus von 5,5 bis 9,5 Prozent. Der Hintergrund: Im Vorjahr hatte schlechtes Wetter das Geschäft verhagelt, was das zweistellige Umsatzplus in den ersten 13 Wochen 2014/2015 relativiert. +++

+++ Die auf Große Größen spezialisierte britische Versendergruppe N Brown (Marken: Simply Be, Jacamo, etc.) hat den Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr 2013/2014 (Stichtag: 01. März) um 6,4 Prozent auf 834,9 Mio. Pfund erhöht. Wachsen konnten die Briten unter anderem, weil im Berichtszeitraum zwei neue Ladengeschäfte der Marken Simply Be/Jacamo in UK eröffnet worden sind und das Geschäft in neuen Märkten wie den USA – wenn auch noch auf geringem Niveau – schnell wächst. Das operative Ergebnis hat sich um 4,7 Prozent auf 107,0 Mio. Pfund verbessert. Mehr Zahlen und Hintergründe gibt es hier. +++

+++ Beim US-amerikanischen Teleshopping-Sender HSN ist der Umsatz im ersten Quartal 2014 um ein Prozent auf 544,5 Mio. US-Dollar gesunken. So gab es zwar bei Haushaltswaren ein Plus, bei Elektronik, Schmuck und Gesundheitsprodukten hat das Geschäft dagegen nachgelassen. Das operative Ergebnis stagniert bei 48,6 Mio. US-Dollar. +++

+++ Der US-amerikanische E-Commerce-Riese Amazon hat den weltweiten Gesamtumsatz im ersten Quartal 2014 um 23 Prozent auf 19,74 Mrd. US-Dollar gesteigert. Unterm Strich gab es aber nur einen Gewinn von 108 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 82 Mio. US-Dollar). Interessant: Während die produktbezogenen Ausgaben um 19 Prozent auf 14,1 Mrd. US-Dollar gestiegen sind, haben sich die Ausgaben für Technik und Inhalte gleich überdurchschnittlich um 44 Prozent auf 1,99 Mrd. US-Dollar erhöht. Das dürfte mit Investitionen in neue Services wie den Supermarkt-Stick Amazon Dash oder den neuen Lieferservice Amazon Pantry zusammenhängen. Für das zweite Quartal 2014 rechnet Amazon wieder mit einem deutlichen Umsatzplus zwischen 15 und 26 Prozent auf 18,1 Mrd. US-Dollar beziehungsweise 19,8 Mrd. Dollar. Statt schwarzen Zahlen wird es aber voraussichtlich rote Zahlen geben: Amazon rechnet mit einem operativen Verlust zwischen -455 Mio. und -55 Mio. US-Dollar. +++

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Über Stephan Randler 2796 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.