Finanzen der Woche: Unito, Witt-Gruppe, Zur Rose Apotheke

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+++ Die österreichische Unito Versand & Dienstleistungen GmbH hat im vergangenen Geschäftsjahr 2013/2014 (Stichtag: 28. Februar) einen Brutto-Umsatz von 312,2 Mio. Euro erzielen können (inkl. MwSt.). Zum Vorjahr ist das ein Plus von zwölf Prozent. Als Gründe für das erneut zweistellige Wachstum – im Jahr zuvor konnte Unito um 10,8 Prozent zulegen – nennen die Österreicher ihre „starken Marken“ sowie den „anhaltenden Online-Boom“. Den Umsatz muss man aber ein Stück weit relativieren. Denn neben dem Geschäft der Unito-Versendermarken Alpenwelt, Universal, Otto Österreich sowie Ackermann und Quelle in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz – das Geschäft von Quelle Russland wird in der Otto-Gruppe konsolidiert) haben auch Finanz-, Logistik- und Kundenservice-Leistungen zum Umsatz beigetragen, die Unito als Dienstleistungen für Dritte erbringt (siehe Geschäftsfelder der Gruppe). Neben dem Umsatz hat sich auch das Ergebnis verbessert, so dass Unito hier einen neuen Rekord erzielen konnte. Details werden allerdings nicht verraten. +++

+++ Die internationale Witt-Gruppe – wie auch Unito ein Tochter-Unternehmen des deutschen Ott-Konzerns – hat im Geschäftsjahr 2013/2014 (Stichtag: 28. Februar) um 7,5 Prozent beim Umsatz zulegt. Damit steht für das Geschäftsjahr ein Netto-Umsatz von 716 Mio. Euro zu Buche (exkl. MwSt.), die Rendite soll knapp zweistellig ausgefallen sein. Unterm Strich hat der auf Best Ager spezialisierte Textilhändler damit eines der erfolgreichsten Jahre seit der Übernahme durch die Otto-Gruppe im Jahr 1987 abgeschlossen. Zu der guten Entwicklung hätten alle Marken der Witt-Gruppe beigetragen (u.a. Witt Weiden, Sieh an!, Your Look for less). Mit den beiden Marken „Witt Weiden“ und „Witt International“ konnte die Gruppe im Heimatmarkt Deutschland sowie in Österreich, Holland, Frankreich und der Schweiz um rund 5 Prozent wachsen. In Russland und Kasachstan wurde zudem ein weiterer Umsatz von knapp 60 Mio. Euro erzielt, der allerdings bei der Otto-Gruppe bilanziert wird und in den 716 Mio. Euro Gesamtumsatz nicht enthalten ist. Neben dem Versandgeschäft betreibt die Witt-Gruppe auch noch 111 Filialen der Marke „Witt Weiden“ in Deutschland, weitere Geschäfte sollen folgen. +++

+++ Die Schweizer Zur Rose-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2013 den Gesamtumsatz um satte 74 Prozent auf 910,6 Mio. Franken netto (exkl. MwSt.) erhöht. Das haben die Eidgenossen nicht zuletzt dem Geschäft der Versandapotheke DocMorris zu verdanken, die im Herbst 2012 übernommen worden war und nun erstmals ein volles Geschäftsjahr zum Umsatz beigetragen hat. Doch auch organisch konnten die Schweizer wachsen und den Umsatz der Versandapotheke zur Rose in der EU um 5,5 Prozent steigern. Ein Grund war, dass diese Versandapotheke seit Anfang 2013 mit der Drogeriemarktkette dm kooperiert und Kunden seitdem ihre Arznei in dm-Märkten bestellen oder abholen können. Die Übernahme von DocMorris und die Kooperation mit dm haben aber allerding auch das Ergebnis belastet. So steht für 2013 ein negatives EBIT von -11,3 Mio. Franken in der Bilanz (2012: +7,5 Mio. Franken). Um Einmaleffekte bereinigt hätte die Gruppe 2013 aber ein leicht positives operatives Ergebnis von 0,5 Mio. Franken erreicht. Im Gesamtjahr 2014 will die Gruppe daher wieder in die Gewinnzone zurückkehren. +++

Über Stephan Randler 2796 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.