„Nahtlosere Kundenerfahrung bieten“: Fahrrad.de kooperiert jetzt mit ATU

Der Spezial-Versender Fahrrad.de hat einen prominenten Partner im stationären Handel gewonnen. Denn ab sofort betreibt der KFZ-Spezialist Auto-Teile-Unger (ATU) in München eine Fahrrad-Werkstatt, die sich an Kunden von Fahrrad.de richtet. Wer hier nämlich jetzt ein Zweirad online bestellt, kann sich das Fahrrad zu ATU schicken lassen. Dort wird das Bike für den Kunden anschließend fertig montiert und eingestellt.

Max Heimann
Max Heimann (Bild: Internetstores GmbH)

So ist das Rad direkt fahrbereit und Kunden können gleich losradeln. „Mit der Partnerschaft gelingt es uns, eine noch nahtlosere Kundenerfahrung zwischen online und offline zu bieten“, glaubt daher Max Heimann (siehe Foto), der seit August 2022 als neuer Chief Executive Officer (CEO) für die Internetstores-Gruppe verantwortlich ist, zu der unter anderem auch Fahrrad.de gehört.

Auch ATU verspricht sich viel von der Kooperation. Denn der KFZ-Spezialist erschließt sich ein weiteres Geschäftsfeld, weil man „zunehmenden Bedarf für professionellen und leicht zugänglichen Service für Fahrräder“ sieht.

Potenzial wittert ATU zudem beim Cross-Selling. So will man Verbraucher dazu beraten, mit welchen ATU-Produkten sie ihr Bike mit dem Auto transportieren können. Dazu kommt das After-Sales-Geschäft. Denn Radfahrer können ihr Bike in der Fahrrad-Werkstatt von ATU reparieren lassen, wenn mal was kaputt ist.

Flächendeckendes Netz an Service-Stationen möglich

Die neue Fahrrad-Werkstatt hat ATU in seine bestehende Filiale in München-Moosach integriert (Adresse: Triebstraße 39). Vor Ort kümmern sich zum Start zwei Vollzeitkräfte von ATU um den Zweirad-Service. Mit der Pilot-Werkstatt will ATU testen, was Kunden wichtig ist. Danach soll schrittweise ein flächendeckendes Netz an Service-Stationen aufgebaut werden. Über einen passenden Rollout will ATU in den kommenden Wochen entscheiden. Wenn das Konzept ankommt, sollen bereits 2023 weitere Werkstätten eröffnen.

Während ATU jetzt aber erstmals mit Fahrrad.de kooperiert, arbeitet der Spezial-Versender so schon länger mit anderen Partnern zusammen. Denn der Spezial-Versender setzt bereits seit Frühjahr 2018 auf Partner aus dem stationären Einzelhandel. Bei einer Online-Bestellung können Kunden daher bereits seit Mai 2018 bei Fahrrad.de wählen, dass ihr Bike auf Wunsch an einen lokalen Händler geliefert wird. Auch hier wird das neue Bike dann fertig montiert und passend für den Kunden eingestellt. So einen Service bekommen Verbraucher übrigens auch in den fünf stationären Stores in Deutschland, die Fahrrad.de selbst betreibt.

Generell werden Fahrräder per Spedition geliefert, der Versand zum Kunden nach Hause kostet 24,99 Euro. Die Lieferung zu einem Partner ist für Kunden von Fahrrad.de kostenlos, für den Aufbau-Service berechnet Fahrrad.de dann aber eine Service-Pauschale von 24,99 Euro. Zwischen Fahrrad.de und ATU gibt es eine Entgeltvereinbarung. Generell sollen Partner wie ATU solchen Kunden helfen, die ihr neues Bike nicht selbst einstellen können oder wollen. Zwar liefert Fahrrad.de die bestellten Räder vormontiert an Kunden aus.

Diese müssen zu Hause dann allerdings noch das vordere Laufrad anbauen sowie Lenker und Sattel auf die gewünschte Sitzposition einstellen und die Pedale montieren. Partner können zudem von Folgeaufträgen profitieren, wenn Kunden eine Reparatur benötigen – worauf nun auch ATU spekuliert. Der KFZ-Spezialist kooperiert jetzt übrigens aber nicht nur mit Fahrrad.de allein, sondern auch noch mit zwei weiteren Partnern.

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Über Stephan Randler 3203 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.