Corona-Warenkörbe: Diese 5 Sortimente kaufen Zalando-Kunden jetzt verstärkt

Mode-Versender leiden besonders in der Corona-Krise. So zeigen Studien, dass der Online-Umsatz bei Bekleidung im vergangenen Monat stark eingebrochen ist. Kein Wunder. Kaufen ja Verbraucher neue Mode doch nicht zuletzt, um damit unterwegs gut auszusehen – und weniger für sich allein zu Hause im Corona-Lockdown. Wenig überraschend hat deshalb auch Zalando mit der Corona-Krise zu kämpfen.

Zalando Kartons
Kunden bestellen nun anders (Bild: Zalando)

In den drei Wochen nach dem 09. März 2020 ist bei Zalando nämlich das Brutto-Warenvolumen (Wert der gehandelten Ware) um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, wie nun vorläufige Zahlen für das erste Quartal besagen. Vor den Ausgangsbeschränkungen hat Zalando im Januar und Februar 2020 dagegen noch ein „starkes Wachstum“ erzielen können.

Dadurch ergibt sich für das gesamte erste Quartal 2020 zwar immer noch ein Warenvolumen von 1,98 Mrd. Euro bis 2,00 Mrd. Euro, was einem Plus von 13,1 bis 14,6 Prozent entspricht (Q1/2019: 1,75 Mrd. Euro).

Vor einem Jahr allerdings konnten die Berliner diesen Wert noch um 23,1 Prozent steigern. Doch zum Vorjahr hat sich nicht nur das Wachstum deutlich abgeschwächt. Zalando erwartet nun obendrein ein bereinigtes EBIT zwischen -90 und -110 Mio. Euro – nach einem Wert von 6,4 Mio. Euro in Q1/2019.

Nach dem Einbruch im März geht es inzwischen aber wieder bergauf: In den zwei Wochen seit dem 30. März – also quasi nach dem Ende des ersten Quartals – ist das Brutto-Warenvolumen im Vergleich zum Vorjahr wieder gewachsen. Generell aber haben sich die Einkaufsgewohnheiten der Kunden verändert, wie Zalando beobachtet. Besonders beliebt sind seit dem Corona-Lockdown demnach diese Produkte:

  1. Freizeit-Kleidung: Im Vergleich zum Vorjahr haben Kunden doppelt so viele Sweatshirts und Jogginghosen gekauft – weil sich Kunden aktuell zu Hause bequem kleiden möchten.
  2. Strümpfe: Verkäufe von Strümpfen haben sich seit der Krise verdoppelt. Beliebt sind modische Paare wie bunte Happy Socks. Gefragt bei Schuhen sind – wenig überraschend – Hausschuhe.
  3. Pflege-Produkte: Zalando erhält dreimal so viele Bestellungen bei Haut-, Nagel- und Haarpflege sowie Beauty-Zubehör im Vergleich zur gleichen Zeit des Vorjahres. Besonders beliebt sind Wellness-Produkte, Kerzen, Gesichtsmasken und Handseifen – für das eigene Spa zu Hause.
  4. Kinderbekleidung: Auch hier wächst die Nachfrage stetig. Babykleidung, Strampler und bequeme Einteiler sind in dieser Kategorie derzeit am beliebtesten.
  5. Fitness-Artikel: Bestandskunden kaufen aus der Sportkategorie doppelt so viel wie im Vorjahr. Vor allem Kleidung und Ausrüstung für das Lauf- und Fitnesstraining werden gerne gekauft.

Auf das neue Einkaufsverhalten reagiert Zalando nun mit einer Corona-Kampagne. So zeigt ein TV-Spot aktuell unter anderem Kunden zu Hause beim Sport im Wohnzimmer (siehe Video). Damit greifen die Berliner zum einen schnell den Corona-Lockdown in ihrer Werbung auf. Zum anderen bewirbt Zalando nun genau die Sortimente, die am gefragtesten sind. Damit macht Zalando viel richtig. Zeigen Studien doch, dass Kunden es zu schätzen wissen, wenn Werbung jetzt auf die Corona-Thematik eingeht.

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Passend dazu will Zalando sein Sortiment demnächst um Gesichtsmasken erweitern, die Erlöse aus diesen Verkäufen aber spenden. Um die Krise zu überstehen, sind dafür Einsparungen von 250 Mio. Euro bei Marketing und Gemeinkosten geplant. Investitionen werden um 100 Mio. Euro reduziert.

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Über Stephan Randler 2653 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.