BabyOne-Bilanz: Gesamtumsatz bröckelt, Online-Geschäft boomt

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Die Corona-Pandemie prägt auch bei der Fachmarkt-Kette BabyOne das vergangene Geschäftsjahr. So steht für das Corona-Jahr 2020 beim Multichannel-Unternehmen zwar ein Gesamtumsatz von 224 Mio. Euro in den Büchern. Doch damit liegt der Netto-Umsatz rund 4,7 Prozent unter dem Vorjahr. Denn in dem vorletzten Geschäftsjahr 2019 kam BabyOne über alle Vertriebskanäle auf 235 Mio. Euro Umsatz.

Sabrina Mertens
Sabrina Mertens (Bild: BabyOne)

Dass sich der Umsatz im vergangenen Jahr reduziert hat, ist kein Wunder. So musste auch die Fachmarkt-Kette die stationären Geschäfte im Lockdown schließen. Dadurch waren die Läden bundesweit bis zu sechs Wochen zu.

Im Gegenzug hat das Online-Geschäft bei BabyOne stark angezogen. Denn hier hat sich der Netto-Umsatz mit einem Wachstum von 160 Prozent mehr als verdoppelt und einen Wert von 31,5 Mio. Euro erreicht (siehe Grafik). So konnte BabyOne dann einen Teil der Umsatzeinbußen aus dem stationären Einzelhandel über sein Online-Geschäft wenigstens wieder kompensieren.

Auch diese Entwicklung ist alles andere als überraschend. Schließlich verlagern in der Corona-Krise ja Verbraucher immer mehr Käufe ins Internet. Doch bei BabyOne brummt das E-Commerce-Geschäft längst nicht nur aus diesem Grund. Vielmehr hat die Fachmarkt-Kette im vergangenen Jahr auch viel dafür unternommen, um das hauseigene Online-Geschäft zu optimieren und besser aufzustellen.

So sind seit einem guten Jahr die lokalen Ladengeschäfte mit dem Online-Shop verbunden. Wenn eine Bestellung eingeht, wird die Ware von einem Fachmarkt in der Nähe des Kunden geliefert. Grundlage ist die Postleitzahl, die der Kunde bei seiner Versandadresse angibt. Den Online-Umsatz erhält jeweils der regionale Markt, der bei einer Bestellung lediglich eine Gebühr an die Firmen-Zentrale abführt. Denn die Fachmarkt-Kette ist ja ein Franchise-Unternehmen mit einigen selbstständig tätigen Handelspartnern.

Neues Multichannel-Modell treibt Online-Wachstum

In den Jahren zuvor wurde der Online-Shop daher eher stiefmütterlich behandelt und diente vor allem als ein digitales Schaufenster mit einem eingeschränkten Sortiment. Durch das neue Vertriebsmodell können Verbraucher nun auf die Sortimente und Bestände von allen lokalen Fachmärkten zugreifen.

Zugelegt hat das Online-Geschäft zudem, weil das Angebot im Internet um neue Features ausgebaut worden ist. So können Kunden seit dem vergangenen Jahr zum Beispiel im Online-Shop einen Termin vereinbaren, um sich persönlich beraten zu lassen. Dazu wurde ein Live-Chat eingeführt, um Kunden direkt beim Online-Einkauf helfen zu können. Verantwortlich dafür ist das Team um Sabrina Mertens (siehe Foto oben), die erst seit dem vergangenen Jahr das Geschäft im E-Commerce verantwortet.

Umsatz BabyOne
Entwicklung des Netto-Umsatzes bei BabyOne (Quelle: eigene Angaben in Mio. Euro)

BabyOne wurde im Jahr 1988 unter dem Firmennamen „Babyland“ gegründet und 1993 in „BabyOne“ umbenannt. Der hauseigene Online-Shop wurde 2009 gestartet. Zum Unternehmen gehören über 100 stationäre Fachmärkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Davon werden 68 Standorte von insgesamt 26 Franchise-Nehmern geführt und die weiteren 34 lokalen Fachmärkte selbst betrieben.

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Über Stephan Randler 2926 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.