Erste Handelspartner auf der Plattform: Babymarkt.de startet Online-Marktplatz

Im Exklusiv-Interview mit neuhandeln.de hatte Geschäftsführer Bastian Siebers ja bereits im Sommer angekündigt, dass Babymarkt.de seinen Online-Shop zu einem Marktplatz erweitern wird. Dieser Plan wurde nun umgesetzt. So finden Kunden auf Babymarkt.de bereits 10.000 zusätzliche Artikel, die von vier externen Partnern stammen. Bis Jahresende sollen bereits 25.000 Partner-Produkte erhältlich sein.

Bastian Siebers
Bastian Siebers (Bild: Babymarkt.de)

So will Babymarkt.de sein eigenes Sortiment ergänzen, das aktuell aus rund 100.000 Artikeln besteht. Mit dem neuen Marktplatz möchte der Händler von Babybedarf sein Online-Angebot in den kommenden zwei Jahren mindestens verdoppeln. Das Ziel sei, mehrere hundert Marktplatz-Partner einzubinden.

Diese sollen nicht zuletzt auch solche Angebote bei Babymarkt.de einstellen, die bislang noch Randsortimente sind. So hat der Spezialist für Babybedarf seine Kernkompetenz bei der klassischen Erstausstattung wie Kinderwagen, Autositzen und Babymöbeln.

Entsprechend liegt bislang auch der Fokus auf Produkten für Babys und Kleinkinder bis zu zwei Jahren. Durch Marktplatz-Partner sollen nun zum Beispiel weitere Artikel auf die Plattform kommen, die auch für ältere Kinder interessant sind. „Wir möchten junge Familien vom ersten Moment an begleiten und praktisch mit den Kindern gemeinsam aufwachsen“, argumentiert Firmenchef Siebers (siehe Foto).

Babymarkt.de verfolgt geschlossenes Marktplatz-Konzept

Ausgebaut werden soll das Sortiment daher unter anderem bei Kinder-Mode oder Spielwaren. Generell wird bei Produkten von Drittanbietern vermerkt, dass der Versand durch einen „Babymarkt Partner“ erfolgt. Bei Verkäufen wird eine Provision von zehn bis 20 Prozent vom Netto-Verkaufspreis berechnet.

Im Gegenzug kümmert sich Babymarkt.de um Leistungen wie Kunden-Service und bietet Partnern eine Plattform, die in den vergangenen zwölf Monaten rund 1,5 Mio. aktive Kunden hatte. Babymarkt.de setzt allerdings auf einen geschlossenen Marktplatz. Verkaufen können hier daher nur Händler, die ausgesucht und freigeschaltet werden. Anbieter können sich hier online bewerben. Spannend ist eine Kooperation zudem, weil Babymarkt.de seinen Marktplatz langfristig auch international ausrollen will.

Denn los geht es jetzt zwar in Deutschland. Das Unternehmen steht allerdings hinter 14 Online-Shops in Europa. Dazu betreibt die Tengelmann-Tochter sechs Geschäfte in Deutschland und verkauft online an Kunden in China. Im Geschäftsjahr 2020 wurde ein Netto-Umsatz von 182,6 Mio. Euro erwirtschaftet.

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Über Stephan Randler 2933 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.