Amazon.de beerdigt Express-Shop „Prime Now“ – Garten & Freizeit baut neues Lager

MAC Beitrag NEU

„Wir ziehen um“: Mit diesen Worten werden nun Nutzer empfangen, die den Sub-Shop Prime Now von Amazon in Deutschland aufrufen. Hier können aktuell noch Verbraucher ausgewählte Artikel aus dem Amazon-Sortiment bestellen, die auf Wunsch bereits innerhalb von einer Stunde nach der Bestellung zugestellt werden. Diesen Express-Lieferservice bietet Amazon.de zwar weiter an – aber woanders.

Prime Now
„Prime Now“ wird bald eingestellt (Screenshot)

Denn Amazon integriert das Angebot von „Prime Now“ in sein Kern-Angebot auf Amazon.de. Hier sind nach Angaben des Online-Händlers ab sofort das Sortiment als auch die Konditionen von „Prime Now“ verfügbar. Damit will Amazon sein Service-Angebot verbessern und ein „bestmögliches Online-Einkaufserlebnis“ bieten, wie es auf Nachfrage von neuhandeln.de heißt.

Vor diesem Hintergrund werden sowohl die eigenständige Website „Prime Now“ als auch die entsprechende Smartphone-App noch im laufenden Jahr abgeschaltet. Und das ist letztlich auch die richtige Entscheidung.

Denn in Deutschland können sich Kunden in ausgewählten Ballungsgebieten zwar bereits seit dem Jahr 2016 ausgewählte Artikel über „Prime Now“ zustellen lassen. Die Kehrseite ist allerdings, dass durch den zusätzlichen Sub-Shop das Angebot zunehmend unübersichtlicher wurde – und das hatte ich bereits zum Start kritisiert. Nun dagegen vereint Amazon alle Lieferoptionen unter einem Dach.

Passend dazu verschwindet nun auch die Marke „Prime Now“. Denn im Kern-Angebot Amazon.de werden die zusätzlichen Lieferoptionen unter dem Namen „Amazon Fresh“ angeboten. Auch das ist nachvollziehbar. Denn unter dem Namen „Amazon Fresh“ werden hierzulande seit Herbst 2017 ja frische Lebensmittel verschickt an Kunden in ausgewählten Ballungsgebieten. Auch hier erfolgt die Zustellung auf Wunsch am selben Tag, dazu überschneiden sich die Zustellregionen mit Prime Now. Hier wiederum gehören neben Elektronik auch frische und tiefgekühlte Lebensmittel zum Sortiment.

Mehr Lagerfläche für Garten & Freizeit

Während Amazon.de seine Zustelloptionen neu vermarktet, investiert die Raumschmiede GmbH in neue Lagerflächen. So wird in diesem Jahr ein neuer Logistik-Park von dem Multishop-Unternehmen bezogen, das hinter den Online-Shops Garten & Freizeit (Gartenmöbel), Betten.de (Matratzen) sowie Piolo.de (Home & Living) steht. Konkret entsteht in Posen (Polen) jetzt ein neues Logistikzentrum mit 50.000 Quadratmetern Lager- und Umschlagsfläche. Damit bietet der Neubau mehr als doppelt so viel Logistikfläche wie der bestehende Standort in Posen, der vor drei Jahren in den Betrieb gegangen war.

Der neue Logistik-Park ersetzt den bisherigen Standort in Posen, an dem sich aktuell 50 Mitarbeiter um Speditionsware kümmern. Durch den Neubau sollen langfristig mindestens 100 weitere Arbeitsplätze entstehen. Bestehen bleibt zudem das Lager am Firmensitz in Genderkingen (bei Augsburg) mit 15.000 Quadratmetern Fläche, wo Paketware bearbeitet wird. Hier arbeiten rund 40 Mitarbeiter in der Logistik.

Raumschmiede Umsatz
Entwicklung der Brutto-Umsätze der Raumschmiede GmbH (inkl. Mehrwertsteuer, nach Retouren)

„Aufgrund unseres konstant starken Wachstums müssen wir uns rechtzeitig auf unseren zukünftigen Logistikbedarf vorbereiten“, sagt Jürgen Schuster, der Geschäftsführer der Raumschmiede GmbH. Das vergangene Geschäftsjahr 2020 hatte die Raumschmiede GmbH mit einem deutlichen Umsatzplus von 50 Prozent abgeschlossen. Damit steht aktuell ein Brutto-Umsatz von 93 Mio. Euro in den Büchern.

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Über Stephan Randler 2910 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.