„Entscheidende Rolle“: Kundenprogramm „Zalando Plus“ wird ausgebaut

Der Mode-Händler Zalando will sein Kundenprogramm „Zalando Plus“ in den nächsten Jahren deutlich ausbauen. Denn bis Ende 2023 sollen bereits Verbraucher in acht Ländern das Mitglieder-Programm der Berliner nutzen können. Erst im vergangenen Jahr hatte Zalando den Service in Holland, Frankreich und Italien gestartet. In Deutschland gibt es „Zalando Plus“ schon länger, der Start war bereits 2017.

Zalando Plus
Plus-Kunden bestellen mehr (Bild: Zalando)

Damit ist das Kundenprogramm aktuell in vier Märkten verfügbar. Mit der weiteren Expansion in Europa sollen sich also in den beiden kommenden Jahren die Märkte verdoppeln, in denen „Zalando Plus“ angeboten wird.

Kein Wunder. Denn nach Angaben von Zalando besuchen Plus-Kunden den Online-Shop nicht nur doppelt so oft wie Kunden ohne Plus-Mitgliedschaft. Wer das Treue-Programm nutzt, gibt zudem dreimal so viel aus wie Kunden ohne eine Plus-Mitgliedschaft. Das Mitglieder-Programm spiele daher eine „entscheidende Rolle beim Ausbau von engeren Kundenbeziehungen“.

Laut den Berlinern nutzen seit Anfang 2022 erstmals über eine Mio. Kunden das Mitglieder-Programm. Zum Vergleich: Momentan hat Zalando europaweit mehr als 48 Mio. aktive Kunden in 23 europäischen Ländern. Bei einer Million an Plus-Mitgliedern nutzt also erst ein Bruchteil der aktiven Zalando-Kunden das Treue-Programm. Auch das dürfte erklären, warum der Service weiter ausgebaut wird. Denn bei „Zalando Plus“ ist aktuell noch immer sehr viel Luft nach oben. Und das liegt eben nicht zuletzt daran, dass das Kundenprogramm momentan ja erst in vier von 23 Ländermärkten überhaupt verfügbar ist.

Zalando Plus
Zalando bietet sein Plus-Programm erst in vier Ländern an (Grafik: Zalando SE)

Hierzulande können Kunden das Mitglieder-Programm für eine Jahrespauschale von 15 Euro buchen. Im Gegenzug bekommen Kunden unter anderem ihre Bestellungen von Zalando schneller zugestellt und eine persönliche Stilberatung. Dazu können Plus-Mitglieder neue Produkte im Online-Shop vor anderen Kunden kaufen und erhalten vorzeitigen Zugang zu ausgewählten Kampagnen im Shopping-Club Zalando Lounge. In den anderen drei Ländermärkten ist das Angebot relativ ähnlich aufgestellt.

Zalando hat im vergangenen Geschäftsjahr 2021 ein Gross Merchandise Volume (GMV) bzw. Brutto-Warenvolumen von 14,3 Mrd. Euro erreicht. Das entspricht einem Plus von 34,1 Prozent zum Vorjahr.

Starke Online-Nachfrage nach Mode befeuert Geschäft

Als einen Hintergrund nennen die Berliner eine „anhaltend starke Nachfrage“ nach Online-Angeboten. Im Brutto-Warenvolumen sind neben eigenen Verkäufen die Umsätze von den Partnern enthalten, die ihre Mode online über Zalando verkaufen. Von Partner-Verkäufen erhält Zalando aber nur Provisionen und Service-Gebühren, die mit den eigenen Warenverkäufen zusammen den Zalando-Umsatz ergeben. Daher fällt der Netto-Umsatz geringer aus. Der Umsatz hat sich jetzt um 29,7 Prozent auf 10,4 Mrd. Euro erhöht. Zalando erzielte zudem ein bereinigtes EBIT von 468,4 Mio. Euro (2020: 420,8 Mio. Euro).

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Über Stephan Randler 3153 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.