Zalando: Kooperation mit Sephora startet – „Connected Retail“ wird ausgebaut

Im Sommer hatte Zalando angekündigt, mit der französischen Kosmetik-Kette Sephora zu kooperieren. Nun ist es so weit: Ab sofort finden Kunden im deutschen Online-Shop von Zalando aus dem Sortiment von Sephora die ersten Beauty-Marken, die in einer eigenen Rubrik bei der Shop-Kategorie „Beauty“ beworben werden. Das Angebot soll sich in den nächsten Monaten auf mehr als 300 Marken erhöhen.

Riccardo Vola
Riccardo Vola (Bild: Zalando SE)

Danach will Zalando das Sephora-Sortiment in weiteren Ländern in Europa online anbieten. Verkauft wird die Kosmetik aber nicht direkt von Zalando, sondern durch Sephora selbst. Hintergrund ist, dass die Kosmetik-Kette bei der Kooperation das Partner-Programm von Zalando nutzt.

Hier legen Anbieter fest, welche Produkte sie zu welchem Preis bei Zalando anbieten. Zalando kümmert sich um Payment und den Service, den Versand übernimmt Zalando oder der Partner. In diesem Fall verschickt Sephora selbst die Ware. Bei Verkäufen zahlen Partner eine Provision an Zalando.

Mit dem Sephora-Sortiment will Zalando sein bestehendes Beauty-Angebot deutlich erweitern, die Kosmetik-Kette wiederum möchte neue Kundengruppen erreichen. Dieses Ziel verfolgen gemeinhin auch Einzelhändler, die über das Multichannel-Programm Connected Retail bei Zalando verkaufen.

Marktstart von „Connected Retail“ in Italien

Das können nun auch stationäre Händler in Italien, wo Zalando seit heute ebenfalls den Multichannel-Service anbietet. „Italien ist einer der größten Modemärkte in Europa und sehr wichtig für Zalando“, freut sich Riccardo Vola (siehe Foto oben), Direktor Südeuropa bei Zalando. Durch den Start in Italien können nun bereits Einzelhändler in 13 Ländern über die Online-Plattform der Berliner verkaufen.

Bei „Connected Retail“ verkaufen stationäre Einzelhändler online, indem sie ihre Warenwirtschaft mit Zalando verbinden. Danach werden die Produkte bei Zalando gelistet und vermerkt, dass die Ware aus einem stationären Geschäft verschickt wird. Bei dem Multichannel-Programm kümmert sich Zalando unter anderem um Service und Payment. Partner wiederum legen fest, welche Produkte sie aus ihrem Angebot zu welchem Preis anbieten. Händler zahlen eine Provision, wenn ein Artikel verkauft wird.

Durch die Kooperation können Einzelhändler im E-Commerce starten, ohne selbst einen Online-Shop aufbauen und bewerben zu müssen. Zalando wiederum erweitert sein Sortiment – ohne eigene Ware. Dazu steigert die Kooperation im Idealfall auch noch die Kundenzufriedenheit, da prinzipiell ja mehr Ware online verfügbar gemacht wird. Denn durch die stationären Sortimente der Handelspartner kann Zalando ja immer noch solche Artikel anbieten, die bei den Berlinern selbst schon ausverkauft sind.

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Über Stephan Randler 2933 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.