Weinhandel: Hawesko-Konzern interessiert sich für Wein & Co

Der Vorstand der Hawesko Holding AG hat entschieden, in Verhandlungen über den Mehrheitserwerb des Wettbewerbers Wein & Co aus Österreich einzusteigen. Das teilt der Konzern in einer aktuellen Ad-hoc-Meldung mit. Demnach habe man sich verständigt, eine detaillierte Unternehmensuntersuchung (Financial Due Diligence) bei Wein & Co zu beginnen. Überraschend kommt dieser Schritt aber nicht.

Wein & Co Online-Shop
Online-Shop von Wein & Co (Bild: Screenshot)

Zur Erinnerung: Bereits zu Beginn des Jahres hatte die Weinhandelsgruppe aus Hamburg in einer Ad-hoc-Meldung mitgeteilt, dass der Vorstand des Hawesko-Konzerns gegenüber dem Eigentümer von Wein & Co sein Interesse an einem Unternehmenserwerb bekundet hatte. Damals fanden dann nach eigenen Angaben allerdings keine konkreten Verhandlungen mehr statt.

Zur Hawesko-Strategie gehört nach eigener Aussage generell, sinnvolle Ergänzungen im In- und europäischen Ausland zu suchen. So will man unter anderem die Zielgruppen verbreitern und jüngere Kunden gewinnen.

Im Herbst 2016 hatte der Konzern bereits eine Beteiligung in Höhe von knapp 66 Prozent an dem deutschen Online-Marktplatz WirWinzer übernommen. Hier können Verbraucher deutsche Weine bei regionalen Weingütern bestellen. Dabei liefern die einzelnen Winzer ihre Ware direkt an die Kunden.

Zur Versandsparte des Hawesko-Konzerns zählen zudem die Kernmarke Hawesko und die weiteren Wein-Versender Carl Tesdorpf, Wein & Vinos und Wine Company. Unter dem Namen „Enoteca Enzo“ wurde zudem vor kurzem ein neuer Online-Shop gestartet, der auf Italien-Weine spezialisiert ist. Der Konzern bedient zudem Kunden im Einzelhandel („Jacques„) und ist dazu noch im Großhandel tätig.

Wein & Co wurde 1993 gegründet. Der Multichannel-Händler betreibt aktuell 20 Filialen in Österreich, darunter sieben Geschäfte mit Weinbar bzw. Restaurant, die bis spät abends sowie am Wochenende und an Feiertagen geöffnet haben. In alle Geschäfte können sich Kunden ihre Bestellungen liefern lassen, um sie dort abzuholen. Neben einem österreichischen Online-Shop gibt es zudem einen Web-Shop für Kunden in Deutschland. Im vergangenen Geschäftsjahr gab es rund 53 Mio. Euro Umsatz.

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Über Stephan Randler 2101 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr