Online-Marktplätze: Hawesko-Gruppe beteiligt sich an WirWinzer.de

Die Weinhandelsgruppe Hawesko investiert in ihr Versandgeschäft. So übernehmen die Hamburger zum 1. Oktober 2016 eine Beteiligung in Höhe von knapp 66 Prozent an dem deutschen Online-Marktplatz WirWinzer, der von der „E-Commerce Werke GmbH“ aus München betrieben wird. Durch den Kauf will sich die Hawesko-Gruppe zum einen neue Geschäftsfelder erschließen und zum anderen von einem zunehmenden Geschäft mit deutschen Weinen profitieren, wie der Konzern argumentiert.

WirWinzer.de
WirWinzer.de bietet deutsche Weine an (Bild: Screenshot)

Denn auf dem Online-Marktplatz WirWinzer.de können Verbraucher deutsche Weine bei regionalen Weingütern bestellen. Dabei liefern die einzelnen Winzer ihre Ware direkt an den Endkunden, wodurch die Flaschen optimal gelagert werden und in bestmöglicher Qualität an die Verbraucher geliefert werden sollen (Motto: „Wein direkt vom Winzer“). Die Anbieter können zudem ihren Betrieb auf dem Online-Marktplatz vorstellen und zum Beispiel ihr Weingut über Fotos präsentieren (Beispiel: Weingut Spohr).

Konkrete Umsätze nennen die Beteiligten nicht. Nach Angaben der Hawesko-Gruppe sei das Portal aber ein „dynamisch wachsender Online-Marktplatz“, der einen Umsatz im einstelligen Millionen-Euro-Bereich erziele.

Die Gründergesellschafter und Geschäftsführer sollen auch nach dem Kauf durch die Hawesko-Gruppe als Minderheitsgesellschafter weiter an dem Online-Marktplatz WirWinzer.de beteiligt bleiben.

Der Hawesko-Konzern bedient neben Kunden im Versandhandel auch Verbraucher im stationären Einzelhandel und ist dazu im Großhandel tätig. Im vergangenen Geschäftsjahr kam die Gruppe im Versandhandel auf einen Netto-Umsatz von 154,6 Mio. Euro, der damit leicht unter dem Niveau des Vorjahres lag (-1,7 Prozent). Ein Jahr zuvor hatten die Hanseaten allerdings auch das 50-jährige Jubiläum der Versendermarke Hawesko über Print-Anzeigen (Paketbeilagen) und Online-Marketing beworben, wodurch der Gesamtumsatz in der Versandsparte gleich um 5,3 Prozent auf 157,3 Mio. Euro netto gestiegen war (siehe Grafik). Dadurch lag die Messlatte für das Jahr 2015 von vornherein hoch.

Hawesko Umsatz
Im Versandhandel gab es 2015 weniger Umsatz als 2014 (Grafik: Hawesko-Gruppe)

Zur Versandsparte des Hawesko-Konzerns zählen neben der Kernmarke „Hawesko“ und den weiteren Wein-Versendern Carl Tesdorpf, Wein & Vinos und Wine Company auch der Online-Shop Tvino.de und das Internet-Outlet Weinlet, die – wie Hawesko.de – von der Hawesko GmbH betrieben werden.

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Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr

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