Vorläufige Jahreszahlen: Zooplus-Umsatz am unteren Ende der Prognose

Die Zooplus AG beendet das vergangene Geschäftsjahr 2019 mit einem Netto-Umsatz von ca. 1,5 Mrd. Euro. Das besagen die vorläufigen Zahlen für diese Berichtsperiode. Demnach konnte der Spezialist für Tierbedarf sein Geschäft um 182 Mio. Euro ausbauen, was einem Plus von 14 Prozent entspricht. Denn im vorletzten Geschäftsjahr 2018 war die Zooplus AG erst auf 1,3 Mrd. Euro Netto-Umsatz gekommen.

Zooplus Cornelius Patt
Zooplus-Chef Cornelius Patt (Bild: Zooplus AG)

Damals allerdings konnten die Münchner insgesamt noch um 21 Prozent beim Umsatz zulegen. Im Vergleich zum vorletzten Geschäftsjahr 2018 hat sich jetzt aber nicht nur das Wachstum verlangsamt. Mit einem Plus von 14 Prozent im Geschäftsjahr 2019 liegt das Wachstum zudem am unteren Ende der ursprünglichen Wachstumsprognose von 14 bis 18 Prozent für 2019.

Der Löwenanteil vom Gesamtumsatz wurde dabei auch im vergangenen Jahr wieder über das Segment „Futter und Streu“ erwirtschaftet. Konkret wurden damit 86 Prozent vom Gesamtumsatz erzielt (Anteil 2018: 85 Prozent).

Der Anteil hat sich jetzt noch ein klein wenig erhöht, weil die Umsätze im Segment „Futter und Streu“ im Jahresvergleich sogar um 16 Prozent angestiegen sind – und damit stärker als der Gesamtumsatz. Ein Grund für diese Entwicklung ist wiederum, dass Zooplus sein Eigenmarken-Geschäft bei Futter und Streu ausbauen konnte. Hier haben sich die Umsätze sogar um 29 Prozent erhöht. Allerdings hat in dem Segment „Futter und Streu“ das Eigenmarken-Geschäft nach wie vor erst einen Anteil von 16 Prozent am Gesamtumsatz (2018: 14 Prozent). Zuwächse passieren also noch auf geringem Niveau.

Weil Zooplus den Löwenanteil vom Umsatz über Futter und Streu erzielt, wird der Gesamtumsatz auch – wenig überraschend – vom Geschäft mit Bestandskunden getragen. Wer schließlich ein Tier hat und einmal Futter bei Zooplus bestellt, braucht immer wieder Nachschub. Die wechselkursbereinigte umsatzbezogene Wiederkaufrate liegt mit einem Wert von 91 Prozent dennoch unter dem Vorjahr (2018: 95 Prozent). Leser von neuhandeln.de dürfte das aber nicht überraschen. So hatte Zooplus im vergangenen Jahr beklagt, dass es durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) nun generell schwerer wäre, von neuen Kunden etwa ein Opt-In für einen Newsletter mit Angeboten zu erhalten.

Zooplus wurde bereits im Jahr 1999 gegründet und ist mit seiner Kernmarke europaweit in 30 Ländern vertreten. Der Konzern ist außerdem mit seiner Discount-Marke Bitiba parallel in 14 Ländern aktiv. Die endgültigen Umsatzangaben und das Jahresergebnis veröffentlicht die Zooplus AG am 25. März 2020.

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Über Stephan Randler 2408 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr